Was habt Ihr gestern für Euren Karmann Ghia getan?

Wer nicht lange überlegen will, in welche Kategorie seine Fragen gehören, immer hier herein...
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Jürgen Klein
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Re: Was habt Ihr gestern für Euren Karmann Ghia getan?

Beitrag von Jürgen Klein »

Das mit dem Warnblinker muß ich mal probieren …
Ja , ich denke auch , daß das Hauptproblem Korrosion IM Kabel ist und sich der Widerstand soweit addiert , daß nicht genug Volt an der Spule ankommen . Mit der alten Batterie hatten wir das unter Last gemessen . Anlasser nüddeln lassen und die Spannung ging von 6,2 auf 5,8 Volt zurück .
Wohlgemerkt mit der alten Batterie .
Ich kann mir einfach nicht vorstellen - vielleicht ist das der entscheidende Fehler in meiner Denke - daß ein Anlasser lange und kräftig dreht und dabei für "das bischen Zündstrom" nicht ausreichend viel übrig bleibt ….
Ich hatte letzte Woche auch mal die Zündspule mit einer separaten Zuleitung direkt von der Batterie versorgt . Also frisches Kabel und direkt . Allerdings sprang der Motor letzte Woche noch nicht an - egal was und wie wir versucht haben .
Wieviel Amps zieht denn die Zündung eigentlich auf der Primärseite ???
Der Wischermotor ist ja theoretisch stufenlos regelbar in der Geschwindigkeit , aber das ist ja nur zwischen - wie schrieb neulich jemand so schön - langsam , gaaaaanz langsam und tektonischer Plattenverschiebung ….
wenn sich da nicht kurzfristig was findet werde ich wohl doch umrüsten auf 12 Volt .
Scha`n wir mal , wie das WE läuft ...
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Maik Nixdorf
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Re: Was habt Ihr gestern für Euren Karmann Ghia getan?

Beitrag von Maik Nixdorf »

Wenn die Spannung bei laufendem Anlasser nur 0,4V fällt, klingt das aber nach einer voll intakten Batterie.

Das Problem liegt vermutlich an der Zuleitung zum Zündungsplus, also Kabel, Kontakte, Sicherung, Sicherungshalter und Zündschloss.
Wenn die Spannung dort zusammenbricht, wäre das der Beweis.
Einfach mal Zündung an, Scheibenwischer (als gleichmässige Last) an, und dann mal zwischen Dauerplus und Zündungsplus messen. Im Sicherungskasten ganz links und gamz rechts. Da sollten eigentlich nur ein paar Millivolt bei rauskommen.

Eine Zündspule zieht kurzzeitig schon ordentlich Strom, gerade bei 6V.

Andreas Bergbauer
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Re: Was habt Ihr gestern für Euren Karmann Ghia getan?

Beitrag von Andreas Bergbauer »

Mal unter den Elektrikern/Elektronikern:

Eigentlich hilft nur, an der Zündspule Klemme 15 mit einem Oszi den Spannungsverlauf anszusehen. Mit Blinker über Klemme 15 und mit Warnblinker (Umgehung des Zündschlosses). Oder mal Klemme 15 an der Spule zusätzlich mit einer Biluxbirne belasten und an verschiedenen Punkten messen. Das ginge dann auch statisch.

Mit dem Multimeter misst man ja nur einen Mittelwert, wenn in Summe zuviele Übergangswiderstände drin sind merkt man das nicht, weil die Belastung ja nur impulsartig im Lademoment auftritt.
Das kann man dann super mit dem direkt verlegten Kabel vergleichen und Rückschlüsse ziehen.

Ich habe gerade einen 1980er BOSCH Werkstatttester mit Oszillograph zur Reparatur da und am (12V-)Karmann ausprobiert, die Ladeimpulse sind schon sehr kurz.

Ich will damit sagen, selbst wenn der Leitungswiderstand illusorisch ein Megohm beträgt, wenn der U-Kontakt offen ist, misst man immer noch 6V mit dem hochohmigen Multimeter an Klemme 15 der Spule.
Bei einem Schließwinkel von ca. 45° pro Zylinder (=180 Grad bei einer Verteilerumdrehung) ist der U-Kontakt ziemlich genau 50% der Zeit geschlossen.
Das entspricht dann einem Tastverhältnis von 50:50 und je nach Trägheit des Multimeters misst man dann immer noch 3V DC, obwohl im Zustand "U-Kontakt geschlossen" gerade mal 6 Mikroampere durch die Spule fließen und die Spannung faktisch 0V ist.
Die Frequenz des entstehenden Rechtecksignals dürfte bei einer Anlassdrehzahl von 300 U/Min (Kurbelwelle) ca. 37 Hz betragen (150 U/Min Nockenwelle bzw. Verteiler).

Bei 6V gehe ich schon von max. 10A Impulsstrom durch die Primärwicklung der Spule aus.

Eventuell hilft es ja, eine Spule mit möglichst hohem Primärwiderstand zu verwenden.

@Maik: Die Zündung hat keine Absicherung, hier fallen die möglichen Widerstände weg, es geht wirklich nur um Kabel, Kabelschuhe und Zündschloss.

Mal ehrlich: Ich würde trotzdem auf 12V umrüsten und basta.
Da die Kabel ja mit doppeltem Querschnitt für 6V ausgelegt sind, fallen Widerstände dann noch viel weniger auf.
Oft hilft auch, einfach alle Kabelschuhe zu erneuern, da die Quetschverbindung unbemerkt und unsichtbar oxidiert.
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Maik Nixdorf
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Re: Was habt Ihr gestern für Euren Karmann Ghia getan?

Beitrag von Maik Nixdorf »

Andreas Bergbauer hat geschrieben:
Sa Aug 15, 2020 10:47 am
weil die Belastung ja nur impulsartig im Lademoment auftritt.
Deswegen war die Idee, das Zündungs-Plus mit dem Schweibenwischermotor als gleichmäßige Last zu belasten um einen möglichen Spannungsabfall zu messen.


Andreas Bergbauer hat geschrieben:
Sa Aug 15, 2020 10:47 am
@Maik: Die Zündung hat keine Absicherung, hier fallen die möglichen Widerstände weg, es geht wirklich nur um Kabel, Kabelschuhe und Zündschloss.
Ups, hatte ich übersehen :steine:

Andreas Bergbauer
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Re: Was habt Ihr gestern für Euren Karmann Ghia getan?

Beitrag von Andreas Bergbauer »

Maik Nixdorf hat geschrieben:
Mo Aug 17, 2020 8:44 am
Andreas Bergbauer hat geschrieben:
Sa Aug 15, 2020 10:47 am
weil die Belastung ja nur impulsartig im Lademoment auftritt.
Deswegen war die Idee, das Zündungs-Plus mit dem Schweibenwischermotor als gleichmäßige Last zu belasten um einen möglichen Spannungsabfall zu messen.
Das gilt dann aber nur für die halbe Strecke, aber stimmt, wenn es da schon nicht geht, ist die Leitung nach hinten eher in Ordnung.
Am Ende ist das Zündschloss mau.

Wenn der Wischer ein ist und man den Blinker einschaltet und der Wischer hörbar im Blinkertakt langsamer und schneller wird, dann wäre das auch ein Indiz für einen hohen Übergangswiderstand.
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Jürgen Klein
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Re: Was habt Ihr gestern für Euren Karmann Ghia getan?

Beitrag von Jürgen Klein »

Ich habe das natürlich auch schon bedacht und eine separate Leitung (mit Schalter) von der Batterie direkt zur Zündspule gelegt . provisorisch und durchs Fenster …
Zündschloß nur für die Startautomatik / Leerlaufabschaltventile . Das hatte ich aber oben auch schon geschrieben .
Allerdings hatte ich den Anlasser als "Große Last" betätigt weil ich dachte , daß dies der Realität näher kommt und das ja die größte normale Belastung für eine Batterie ist ...
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Andreas Bergbauer
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Re: Was habt Ihr gestern für Euren Karmann Ghia getan?

Beitrag von Andreas Bergbauer »

Jürgen Klein hat geschrieben:
Mo Aug 17, 2020 11:36 am
Ich habe das natürlich auch schon bedacht und eine separate Leitung (mit Schalter) von der Batterie direkt zur Zündspule gelegt . provisorisch und durchs Fenster …
Zündschloß nur für die Startautomatik / Leerlaufabschaltventile . Das hatte ich aber oben auch schon geschrieben .
Allerdings hatte ich den Anlasser als "Große Last" betätigt weil ich dachte , daß dies der Realität näher kommt und das ja die größte normale Belastung für eine Batterie ist ...
Du hattest geschrieben:
Ich hatte letzte Woche auch mal die Zündspule mit einer separaten Zuleitung direkt von der Batterie versorgt . Also frisches Kabel und direkt . Allerdings sprang der Motor letzte Woche noch nicht an - egal was und wie wir versucht haben .
Damit war mir nicht so klar, ob das zusätzliche Kabel was bringt oder nicht.
Allerdings hatte ich den Anlasser als "Große Last" betätigt weil ich dachte , daß dies der Realität näher kommt und das ja die größte normale Belastung für eine Batterie ist ...
Und der belastet ja nur die Batterie direkt. Und da scheint's ja zu passen.

Das Problem ist doch, dass bei eingschaltetem Blinker die Zündung merklich schlechter läuft. Dann muss man doch mit dem Oszi an Klemme 15 was sehen können.
Oder die Theorie mit dem Spannungsabfall an Klemme 15 ist eben falsch.



Oder lass mal die Masse des Zündverteilers mau sein (interne Verbindung Kontaktplatte zum Gehäuse) oder ein Masseband schlecht sein, dann verschiebts den Massepunkt je nach Mondphase hin und her und Du findest den Fehler nie.
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Jürgen Klein
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Re: Was habt Ihr gestern für Euren Karmann Ghia getan?

Beitrag von Jürgen Klein »

Ja , logo , das mit dem extra-Kabel war noch mit nicht anspringendem Motor …..
Das mit dem Verteiler wenigstens werde ich jetzt ändern - ich hab den Kontaktlosen von CSP daheim liegen und der soll da rein . Mal sehen , wie er sonst damit läuft .
Allerdings glaube ich nicht wirklich , daß mein "Blinker"-Problem damit erledigt ist .
Einzig die interne Masse würde entfallen , wenn ich das richtig sehe .
Vielleicht zieht er sich ja beim Blinken noch `ne zweite Masse über irgend eine andere Glühlampe . Müßte man mal in absoluter Dunkelheit testen ...
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Dominik Graf
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Re: Was habt Ihr gestern für Euren Karmann Ghia getan?

Beitrag von Dominik Graf »

Heute TÜV bekommen, dank neuer Traggelenke :gut: ohne jegliche Beanstandung. :thumb:
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Re: Was habt Ihr gestern für Euren Karmann Ghia getan?

Beitrag von Wolfgang Klinkert »

Dominik Graf hat geschrieben:
Do Sep 03, 2020 1:35 pm
... Heute TÜV bekommen ... ohne jegliche Beanstandung. ... :thumb:
Hallo Dominik,

Gratulation :thumb: ... so ist es mir auch am liebsten. :D
Bild
VW KARMANN GHIA - einer der schönsten Wagen der Welt.
Mehr Informationen unter : https://wolfgangklinkert.de.tl/

Andreas Bergbauer
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Re: Was habt Ihr gestern für Euren Karmann Ghia getan?

Beitrag von Andreas Bergbauer »

Hurra! Geschafft! 1x rum!

Es begann 2018, als ich die linke Seite sanierte, da beschloss ich, langsam den Karmann "1x rum" instandzusetzen.
Der Rost macht auch vor einem restaurierten Auto nicht halt und die Restaurierung ist ja dann doch fast 30 Jahre her, also selbst H-fähig. :versteck:

Mit dem rechten hinteren Seitenteil und dem Bereich zwischen Tankdeckel und Scheibenrahmen (der in USA schlecht geschweißt wurde und deshalb 1 cm Spachtel drauf hatte, der immer riss) habe ich nun die letzten Partien geschweißt, verzinnt, gespachtelt und lackiert.

Ich weiß, eine Profirestaurierung ist was anderes, aber a) ist es praktisch ein Alltagsauto und b) ist es günstiger.
Zumindest ist es wieder rostfeies Blech und auf Stoß geschweißt und verzinnt.
Materialpreis für die rechte Seite ca. 500 EUR... :mrgreen:
Lack1.jpg
Lack2.jpg
Lack3.jpg
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Re: Was habt Ihr gestern für Euren Karmann Ghia getan?

Beitrag von Stephan Knecht »

:respekt: Respekt, Andi! Und bestimmt 10x besser als die meisten Ami "Profi" Lackierungen - du hast die Scheiben und Gummi raus, Türen weg, etc., ist dann doch ein Haufen Arbeit. Bei meinen zwei Ami Karmanns hat man an den Gummis schön die Lackhistorie zurückverfolgen können, inklusive der Option "Tür-Schliessplatte in Wagenfarbe"..
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Re: Was habt Ihr gestern für Euren Karmann Ghia getan?

Beitrag von Rolf-Stephan Badura »

:respekt: :gut:
Finde es Klasse wie hemdsärmelig Du da einfach selbst anpackst!

Bei orange hätte ich in meinem Garten aber einiges an Insekten im Lack. :wink:

Andreas Bergbauer
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Re: Was habt Ihr gestern für Euren Karmann Ghia getan?

Beitrag von Andreas Bergbauer »

Rolf-Stephan Badura hat geschrieben:
Mo Sep 14, 2020 7:13 am
Bei orange hätte ich in meinem Garten aber einiges an Insekten im Lack. :wink:
Es ist seltsamerweise nicht ein einziges Insekt im Lack gelandet. Entweder liegt es am Insektensterben oder an der Jahreszeit oder an beidem.
Staub auch so gut wie keiner. Der Lack war keine 15 Minuten "offen", lackieren bei 26 Grad hat seine Vorteile. :mrgreen:
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Re: Was habt Ihr gestern für Euren Karmann Ghia getan?

Beitrag von Michael Mösinger »

Ich sag nur eines zu deiner Arbeit Andi

Chapeau!
Mit fränkischen Grüßen
der Mösi Michael
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Am Öl kanns nicht gelegen haben, war ja keins drin!

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