Zum Thema "gebrauchte Motoren"

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Andreas Bergbauer
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Zum Thema "gebrauchte Motoren"

Beitrag von Andreas Bergbauer » Mo Okt 08, 2012 8:29 am

Diese Beiträge sind aus dem Teilemarkt kopiert und beziehen sich auf gebrauchte Motoren.
Ich habe es auf das Wesentliche gekürzt und persönliche Bezüge rausgenommen, da auf mehrfachen Wunsch die technischen Infos erhalten bleiben sollten.

8.10.12 Andreas

Suche einen kompletten Motor ab 1300ccm, Auspuff muss nicht dran sein,da da eh ein anderer dran kommt.
Wichig wäre mir nur, dass er komplett ist und läuft, Servicearbeiten kann ich selber durchführen, falls er ein Wartungsstau hat.

Bitte unterschätzt nicht, dass Käfermotoren, gerade die stärkeren, in der Regel nur etwa 100000km halten, aber trotz massiver Schäden wie kaputten Lagern, riefiger Kurbelwelle, Rissen in den Köpfen usw. trotzdem noch funktionieren, zumindest so weit, dass das Auto noch aus eigener Kraft fährt. Mehr aber nicht.

Man kann also davon ausgehen, dass jeder günstige Motor mit unbekanntem Vorleben in der Regel nur eine Restaurationsbasis ist.

Da das Überholen eines Käfermotors aber kein Akt ist, würde ich raten, den Motor vor dem Einbau komplett zu zerlegen und alle Teile zu prüfen. Das dauernde Rausreißen der Maschine wegen der sonst Garantiert auftretenden Probleme kostet viel mehr Zeit.
Neue Dichtungen schaden ebenfalls nicht.

Und "Wartungsstau" beim Käfermotor heißt, dass der Ölwechsel verschludert und die Ventile nie eingestellt wurden. Damit hat man mangels Ölfilter schlechte Lager und Kurbel-/Nockenwellen und evtl. verbrannte Ventile und rissige Zylinderköpfe. Da nützt auch kein nachträglicher Service.

Nicht alle Motoren sind auch wegen der Abgaswerte für späte Baujahre nicht zugelassen, VW hat da ewig experimentiert mit doppelten Unterdruckdosen, anderen Zündzeitpunkten usw.

Wenn der Prüfer sich auskennt, kann das generell mit Autos ab 10/71 Probleme geben.
Ich würde mir für jeden Motor, der vor Oktober 71 gebaut wurde, die ABE bestätigen lassen.
ab 01.10.71
Einführung von Abgasgrenzwerten, die in einem Abgasgutachten nachgewiesen werden müssen. Das Gutachten beinhaltet einen Fahrzyklus nach ECE-Richtlinie, der auf einem Rollenprüfstand mit Abgasmeßeinrichtung gefahren wird.
Für das geprüfte Fahrzeug wird ein Mustergutachten oder eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) erteilt.
Eine sog. Teile-ABE kann für ein Bauteil in einem bestimmten Fahrzeug erstellt werden.
Jede nachträgliche Änderung, die Auswirkungen auf die Abgasemissionen haben kann, wie z.B. ein anderer Motor, Vergaser, Auspuff oder andere Getriebeübersetzungen lassen die Betriebserlaubnis erlöschen, sofern die Teile kein Mustergutachten oder eine ABE aufweisen.

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