Motor Überholung - Kosten?

Christian Wilke
Stammposter
Beiträge: 271
Registriert: Mo Nov 04, 2013 7:27 pm

Motor Überholung - Kosten?

Beitrag von Christian Wilke » Di Mai 22, 2018 9:20 pm

Hallo,

was kostet eine Motor Überholung (komplett)?

Ich habe länger gesucht, aber noch keine passende Info gefunden.
Natürlich hängt es vom Aufwand ab und welche Teile ersetzt werden müssen.
Mich interessiert die Größenordnung, damit ich vorbereitet bin, wenn ich in der Werkstatt anfrage.

Es ist ein B-Motor mit 35kW und 70.000km. Er verliert Öl an einigen Stellen.
Ich bin für Infos dankbar, möchte aber keine Grundsatzdiskussion anfangen.

Hat jemand eine Tipp für eine Werkstatt im Raum Braunschweig?


Viele Grüße
Christian

Benutzeravatar
Rolf-Stephan Badura
Site Admin
Beiträge: 3018
Registriert: Mo Feb 26, 2007 12:09 am
Wohnort: 13503 Berlin
Kontaktdaten:

Re: Motor Überholung - Kosten?

Beitrag von Rolf-Stephan Badura » Di Mai 22, 2018 10:01 pm

Hallo Christian,

hast Du denn schon die üblichen Simmerringe und Dichtungen ersetzt?
Geht es wirklich um etwas größeres?


zur Orientierung Rumpfmotor im Austausch: ca 3500 €
http://www.typ4shop.de/product_info.php ... -47PS.html

oder hier als verschiedene Ausbaustufen:
https://www.ahnendorp.com/VW-Kaefer-Typ ... -1-engine/

Benutzeravatar
Gerd Grebbin
Stammposter
Beiträge: 1323
Registriert: Mo Feb 26, 2007 11:39 pm
Wohnort: Goslar

Re: Motor Überholung - Kosten?

Beitrag von Gerd Grebbin » Di Mai 22, 2018 11:34 pm

Hallo Christian,

ich habe vor 2 Jahren meinen 1600-er 2-Vergaser-Motor bei Orratech in Lahstedt überholen lassen, das ist ja vor Deiner Haustür. Bin top zufrieden.
Neue Köpfe, Kolben und Laufbüchsen, Auspuff instandgesetzt, Kostenpunkt damals ca. 1800 €. Es wurden aber keine Undichtigkeiten gemacht.
Rainer Orminski hat eine informative Website . Und ich würde ihn einfach mal fragen.

Gruß - Gerd
Typ 34 "Carlos"

Andreas Bergbauer
Stammposter
Beiträge: 8794
Registriert: So Mai 04, 2008 8:51 pm
Wohnort: (Sch)Rott am Inn

Re: Motor Überholung - Kosten?

Beitrag von Andreas Bergbauer » Mi Mai 23, 2018 9:34 am

War da nicht zufällig ein Artiklel in der letzten Oldtimer Markt über eine Firma, die gängige Motoren zur Kostensenkung und Qualitätssteigerung am Fließband überholt? Da habe ich auch eine Menge Typ1 Motoren gesehen.

Im Prinzip senkt hier selbermachen den Preis um fast 50%.
Fertige Rumpfmotoren im AT kosten um die 3000 EUR.
Dafür bekomme ich fast alle Teile neu und muss den Originalmotor nicht mal zurückgeben.

Oh, sorry, das ist der Beginn einer Grundsatzdiskussion. Aber ich bin halt in Bezug auf Werkstätten und alte Technik immer skeptisch.
Entweder kennen sie sich nicht mehr aus oder sie verlangen Unsummen. Dazwischen ist das Eis schon sehr dünn.

Christian Wilke
Stammposter
Beiträge: 271
Registriert: Mo Nov 04, 2013 7:27 pm

Re: Motor Überholung - Kosten?

Beitrag von Christian Wilke » Mi Mai 23, 2018 8:38 pm

Hallo Leute,

vielen Dank für eure Antworten.

Es ist der Original-Motor (matching numbers) und ich möchte ihn auch Original lassen.
Zuerst wollte ich es selber machen, aber nun überlege ich ob es nicht besser ist, den Motor in eine Werkstatt zu bringen.

Der Motor ölt bei den Stößelschutzrohren und vermutlich an den Anschlüssen der Ölkühlers. Das könnte ich vermutlich selbst machen.
Er ölt auch beim Simmerring beim Getriebe. Wie das geht, habe ich mir noch nicht angesehen.
Außerdem ölt er etwas an der Dichtung zwischen den Motorblockhälften. Das ist vermutlich eine größere Sache.

Die Frage ist, ob einfach nur die Dichtigen wechseln (evtl. selber machen) oder bei der Gelegenheit den Motor komplett überholen lassen.
Bei den Arbeiten könnte ich evtl. grobe Beschädigungen erkennen, aber nicht alle Details prüfen (da fehlen mir die Erfahrung, die Kenntnisse und der Werkzeug).
Es wäre bestimmt eine sehr interessante Arbeit.

Ich werde mal bei Orratech anrufen. Danke für den Tipp.

Den Artikel zur Motoreninstandsetzung in der Oldtimer Praxis habe ich auch gelesen. Sehr interessant.

Für weitere Tipps und Vorschläge bin ich dankbar.


Viele Grüße
Christian

Benutzeravatar
Jörn Beutel
Stammposter
Beiträge: 936
Registriert: So Mär 04, 2007 7:34 am
Wohnort: Marburg

Re: Motor Überholung - Kosten?

Beitrag von Jörn Beutel » Do Mai 24, 2018 7:36 pm

... selber machen ist so ne Sache. Ich denke solange Du die Motorhälften zusammen lasst und nur max. die Köpfe abnimmst oder lockerst zum Tausch der Dichtungen Stößelschutz kannst Du es riskieren. Auch Ölfilter geht. Simmerring geht mM schon in eine andere Kategorie. Wenn Du den versaust beim Einbau merkst Du es erst wenn alles wieder im Auto ist nach Probelauf. Dann kannst Du wieder den Motor ausbauen und noch mal üben. Macht kein Spaß. Motorhälften auseinander nehmen: Spezialwerkzeug beim Zusammenbau, Axialspiel einstellen etc. Nix für Anfänger. Mit einem in der Werkstatt zusammen der sich auskennt: Erste Wahl.
Viele Grüße

Jörn

Andreas Bergbauer
Stammposter
Beiträge: 8794
Registriert: So Mai 04, 2008 8:51 pm
Wohnort: (Sch)Rott am Inn

Re: Motor Überholung - Kosten?

Beitrag von Andreas Bergbauer » Do Mai 24, 2018 8:11 pm

Ich wiederspreche hier mal teilweise.
Man benötigt zum Motor zerlegen und neu zusammenbauen, gerade zum nur abdichten, genau ein Spezialwerkzeug: Den Halter für die Schwungscheibe, damit man die Zentralmutter aufbekommt, die mit fast 400 Nm festgeknallt ist.
Ansonsten genügt ein Ratschenkasten,ein Satz Gabel/Ringschlüssel und eine 36er Nuss mit 3/4" Hebel .
Mein erster Motor entstand auf dem Waschtisch mit dem Werkzeug, was eine normale Werkzeugkammer so hergibt.
Das Axialspiel muss man nicht neu einstellen, wenn dieselbe Schwungscheibe und dieselbe Kurbelwelle und das alte Gehäuse verwendet werden.
Natürlich kann man alles dem Motorenbauer überlassen, aber etwas Bastlerstolz ist dann schon dabei,wenn die Kiste nach der Operation wieder läuft. Fahren ist eine Sache, schrauben eine noch schönere.

Christian Wilke
Stammposter
Beiträge: 271
Registriert: Mo Nov 04, 2013 7:27 pm

Re: Motor Überholung - Kosten?

Beitrag von Christian Wilke » Do Mai 24, 2018 8:45 pm

Hallo,

ich habe bei der Firma Orratech angerufen (freundliches Gespräch): Die machen nur Komplettrevisionen (ca. 3.500,-). Man bekommt im Prinzip einen neuen Motor. Nur der Motorblock ist gebraucht und aufgearbeitet. Alle anderen Teile sind neu. Auf Wunsch kann man seinen eigenen Block behalten. Das ist aber nicht das, was ich mir für meinen Motor vorstelle.

Ich habe mir den Motor nochmal angesehen. Evtl. müssen die Motorblockhälften doch nicht auseinander genommen werden.
Die Undichtigkeiten an den Stößelschutzrohren sind eindeutig.

Die Frage ist, wo das Ölt austritt:
Bild 1: Es kommt zwischen den Verblechungen durch
Bild 2: Es ist oberhalb des Öldruckreglers ölig
Bild 3: Es tropft vom Blech oberhalb der Stößelschutzrohre
Bild 4: Die Tropfen kommen irgendwo von oben


Viele Grüße
Christian
Dateianhänge
KG_Restauration_2934x.jpg
Bild 1
KG_Restauration_2931x.jpg
Bild 2
KG_Restauration_2929x.jpg
Bild 3
KG_Restauration_2927x.jpg
Bild 4
KG_Restauration_2925x.jpg
Bild 5

Benutzeravatar
Rolf-Stephan Badura
Site Admin
Beiträge: 3018
Registriert: Mo Feb 26, 2007 12:09 am
Wohnort: 13503 Berlin
Kontaktdaten:

Re: Motor Überholung - Kosten?

Beitrag von Rolf-Stephan Badura » Do Mai 24, 2018 9:14 pm

In dem Zustand schwer zu sagen - erst mal gründliche Motorwäsche - trocknen - Probefahrt und dann nochmal schauen...

Könnte so auch vom Öl-Nachfüllen kommen... oben daneben gekippt... :wink:

Benutzeravatar
Jörn Beutel
Stammposter
Beiträge: 936
Registriert: So Mär 04, 2007 7:34 am
Wohnort: Marburg

Re: Motor Überholung - Kosten?

Beitrag von Jörn Beutel » Do Mai 24, 2018 10:13 pm

Andeas, wenn die Hälften schon auseinander sind bin ich zB. von neu gelagerter KW etc ausgegangen. Sonst lasst man die Sache unberührt. RSB hat aber ganz abgesehen von allem recht ERST mal sehen wo das Ol herkommt.
Dann weiter. Noch ein Wort zu matching number: wie schon diskutiert steht die Motornummer bei den VW Boxern wo?
Rrrischtig....
Das Gusshehäuse hält eine bestimmte Zahl von Lastwechseln (warm/kalt)aus,dann reißt es. Also...?
Viele Grüße

Jörn

Andreas Bergbauer
Stammposter
Beiträge: 8794
Registriert: So Mai 04, 2008 8:51 pm
Wohnort: (Sch)Rott am Inn

Re: Motor Überholung - Kosten?

Beitrag von Andreas Bergbauer » Fr Mai 25, 2018 12:22 am

Also, das Ölen hält sich doch in Grenzen... :mrgreen:

Ich sehe das so:
Wenn man den Motor schon rausbaut und die Köpfe abmacht, damit man die Stößelschutzrohre neu abdichtet, warum dann nicht gleich das Gehäuse öffnen, alles neu lagern und auch die restlichen Dichtungen neu machen?
Der Käfermotor hat im Karmann keinen Ölfilter. Die Lagerschalen sind immer riefig. Es schadet nichts, da Neue reinzumachen und die KW und NW etwas mir feinem Schleifpapier zu überschleifen. Fertig.
Macht Euch keinen Kopf, all diese Fachartikel in den Oldtimerzeitschriften zielen in erster Linie darauf ab, den Anzeigekunden Kunden zu verschaffen, indem sie Angst vom Falschmachen produzieren.
"Den Motor überholte ein Fachmann", liest man in fast jedem Restaurationsbericht.
Der Käfermotor ist einer der am leichtesten selbst zu machenden Motoren überhaupt und wird in Südamerika am Straßenrand zerlegt...wer nicht gerade zwei linke Hände hat und sich an Dinge rantraut, wird hier auf keine Hürden stoßen.
Außer, er strahlt das Kurbelgehäuse mit Glasperlen. :mrgreen:

Eimal rundrum abdichten und freuen.

Achtung: Die aktuellen Dichtsätze beinhalten oft das Schwallblech des Öleinfüll-Stutzens nicht mehr.

Benutzeravatar
Jörn Beutel
Stammposter
Beiträge: 936
Registriert: So Mär 04, 2007 7:34 am
Wohnort: Marburg

Re: Motor Überholung - Kosten?

Beitrag von Jörn Beutel » Fr Mai 25, 2018 6:07 am

...wir sind da eben unterschiedlicher Auffassung. Wenn Du x-mal einen Motor auseinander genommen hast kannst Du das vielleicht am Strassenrand machen. Ich möchte das nicht, aber ganz abgesehen davon, wenn Du KEINE Erfahrung hast, wie willst Du dann erkennen ob Zylinder oder eine der Wellen zu an oder über der Verschleißgrenze sind. Welche "Riefen" kannst Du einfach glätten, welche nicht. Werkstatthandbuch, aha. Aber welche Werte gelten, und welche Teile sind denn überhaupt in dem Motor drin? Woher weisst Du, ob das nicht schon mal am Strassenrand mit irgendwelchen Teilen zusammen gebastelt wurde, der alte Limafuß drauf und gut ist. Also wie gesagt ohne (praktische fachliche) Anleitung ist mM auch der Käfermotor nichts für Einsteiger, fängt schon damit an das man die Teile korrekt markieren muss. Und die Teile sind einfach zu teuer geworden um sie zu versauen. Früher kostete ein Käfermotor komplett so 50 Mark vom Schrotti, da konnte man dann dran üben.
Weiterhin ist die Frage, was Du als "Spezialwerkzeug" definierst, ob Du zB Kolbenzange, Messuhr, Drehmomentschlüssel 400nm, Schlagschrauber dazu zählst oder nicht. Ansonsten: Ich kenne Christian und seine Schraubererfahrung leider nicht.
Lass uns das in Würzburg mal beim Bier diskutieren...
Viele Grüße

Jörn

Andreas Bergbauer
Stammposter
Beiträge: 8794
Registriert: So Mai 04, 2008 8:51 pm
Wohnort: (Sch)Rott am Inn

Re: Motor Überholung - Kosten?

Beitrag von Andreas Bergbauer » Fr Mai 25, 2018 7:45 am

Mir geht es um die Ermutigung zu Selbermachen.
Wenn man nach dem Zerlegen feststellt, dass man das doch nicht machen will, dann kann man die Teile immer noch zum Motorenbauer geben.
Was meinst Du denn, wie ich mir mein Karmannwissen angeeignet habe?
Zum ersten Motor hatte ich ein Jetzt-helfe-ich-mir-selbst, Standardwerkzeug und kein Internet.
Kolbenzange? Die Kolbenringe habe ich mit den Fingern zusammengedrückt, ein großer Kabelbinder tuts auch.
Drehmomentschlüssel sind Standard und ein Schlagschrauber hat am Motor nichts verloren.
Messuhr? Ein bisschen Improvisation und man kann das Axialspiel auch mit der Fühlblattlehre einstellen.
Drei Dinge gibt es zu beachten, da sie später nur schlecht zu korrigieren sind:

-KW und NW auf Markierung stellen
-Zündverteilerwelle richtig einbauen
-Idiotenbleche nicht vergessen

Und auch ja, ich habe alle diese Fehler schon gemacht. :unbekannt:

Ich bin Elektroniker, aber durch den Karmann bin ich über die Jahre bis zum Tausch des Turbos und Überholen des Zylinderkopfes am TDI gekommen.
Das ging aber klar nur mit Internet-Hilfe. Aber es ging. Ohne Spezialwerkzeug.

Jeder muss selber wissen, was er sich zutraut, klar.
Aber jeder kleine Schritt, den man selber gemacht hat, produziert eine Zufriedenheit, die mit wenig anderem aufzuwiegen ist.
Persönlicher Erfolg macht stark und animiert zum Weitermachen. Das ist nicht nur am Auto so.
Schau Dir Frank Schneiders zufrieden grinsendes Gesicht in der letzten Oldtimer Praxis an. Bis auf Lack und Sattlerarbeiten hat er ALLES selber gemacht. Und er kommt aus dem Hotelgewerbe....
Und ja, sein erster Motor hat nur zwei Minuten gehalten. Rückschläge gehören dazu.

Mir ist es letztendlich egal, wo der Ölmotor gemacht wird. Ist nicht meiner.
Ich kann die Möglichkeiten von Christian ebensowenig beurteilen.
Aber der Aufruf zum Selberschrauben wird wohl noch gestattet sein.
Es ist möglich.

Auf einen Wein (nicht Bier !) in Würzburg!

@Christian: Sorry, dass Dein Thread jetzt doch zur Grundsatzdiskussion geworden ist.

Dafür ein paar Schöne Bilder aus Würzburg von heuer:
WBG1.jpg
WBG3.jpg
WBG4.jpg
WBG2.jpg
WBG5.jpg

Christian Wilke
Stammposter
Beiträge: 271
Registriert: Mo Nov 04, 2013 7:27 pm

Re: Motor Überholung - Kosten?

Beitrag von Christian Wilke » Fr Mai 25, 2018 3:51 pm

Hallo,

nochmals vielen Dank für eure Beträge.

Ich habe mich noch nicht entschieden, aber überlegen nun: Warum etwas reparieren, was nicht kaputt ist.
Der Motor läuft, hat Leistung und macht keine merkwürdige Geräusche.
Also braucht nur die Öl-Undichtigkeit repariert werden.

Laut Reparaturleitfaden wird der Wellendichtring mehr oder weniger nur reingedrückt.
Man benötigt ein Haltewerkzeug für das Schwungrad und ein Einziehwerkzeug für den Wellendichtring (zusammen ca. 30,-).
Das Anzugsmoment habe ich noch nicht gefunden. Ihr schreibt: 400Nm. Da muss ich noch nachsehen, ob mein Drehmomentschlüssel das kann.

Bei den Stößelschutzrohre stellt sich noch die Frage: Original-Teile und dafür den Zylinderkopf lösen oder Zubehör-Teile (zum Ausziehen) und den Zylinderkopf drauf lassen.

In dem Zuge würde ich den Ölkühler mit Dichtungen ersetzen.


viele Grüße
Christian

Andreas Bergbauer
Stammposter
Beiträge: 8794
Registriert: So Mai 04, 2008 8:51 pm
Wohnort: (Sch)Rott am Inn

Re: Motor Überholung - Kosten?

Beitrag von Andreas Bergbauer » Fr Mai 25, 2018 4:09 pm

Das Anzugsmoment der Schwungscheibenschraube ist 360 Nm.

Die Köpfe würde ich runtermachen, da es keine Kopfdichtung und zu erneuernde Dehnschrauben gibt, ist das kein Akt und man kann sich gleich ein Bild des Verschleißes der Kolben und Zylinder machen sowie die Köpfe auf Risse zwischen den Ventilen und Kerzenlöchern prüfen.

Die Zylinder müssen dann aber runter, da deren Fußdichtungen aus Papier erneuert werden müssen. Alternativ geht auch eine Ölwannen-Silikon-Dichtmasse, dann kann man die Zylinder auf den Kolben drauflassen.

Beim Wechseln des Simmerringes aufpassen: Ist die Schwungscheibe schon an der Dichtstelle eingelaufen, den neuen Simmerring etwas tiefer einpressen, gerade so, dass er eine "frische" Anlaufstelle an der Schwungscheibe hat oder eine neue Schwungscheibe verwenden.

Es kann aber durchaus sein, dass der Motor weiterhin (nicht nur) an der Schwungscheibe ölt, da liegt dann oft an höheren Kompressionsverlusten bei älteren Kolben/Zylindern, der zusätzliche Überdruck im Kurbelgehäuse drückt das Öl dann aus allen Ritzen raus.

Antworten