4 obenliegende Nockenwellen 16 Ventille Bj.46-47

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Harald Krause
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4 obenliegende Nockenwellen 16 Ventille Bj.46-47

Beitrag von Harald Krause » So Mär 10, 2019 1:02 pm

Schaue mir gerade fasziniert auf The Samba Com die Bilder von einem VW Motor mit 4 obenligenden Nockenwellen und 16 Ventilen an. (ca bj.46-47)
War wohl eine Kriegskonstuktion für ein Schnellboot. Auch der Name Vogelsang taucht im zusammenhang mit diesem Motor auf.
Der Petermax Müller Rekordwagen aus dem Prototypenmuseum soll einen Käfermotor mit Zylinderköpfen von Gustav Vogelsang haben .
Habe im Netz aber keine Bilder von dem Motor gefunden. Hat jemand über diese spannende Geschichte infos ??
1882882 16 V käfermotor.jpg
Schönes Restwochenende
Harald

Andreas Bergbauer
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Re: 4 obenliegende Nockenwellen 16 Ventille Bj.46-47

Beitrag von Andreas Bergbauer » Do Mär 14, 2019 10:52 am

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Gerhard Meier
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Re: 4 obenliegende Nockenwellen 16 Ventille Bj.46-47

Beitrag von Gerhard Meier » Do Mär 14, 2019 11:01 am

Keine Bilder des Motors, aber zumindest das gefunden:

Petermax Müller Weltrekordwagen Prototyp - Baujahr 1948 - handgefertigte Aluminium-Karosserie auf VW-Chassis, 4-Zylinder-Vogelsang-Motor auf VW-Basis, vier Einzelvergaser, Hubraum 1.095 cm³, 78 PS, Vmax 215 km/h - 8 Weltrekorde, 22 nationale Rekorde, 2 Deutsche Meisterschaftssiege -

http://fotoarchiv-kunkel.startbilder.de ... ujahr.html

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Re: 4 obenliegende Nockenwellen 16 Ventille Bj.46-47

Beitrag von Gerhard Meier » Do Mär 14, 2019 11:11 am

Bilder scheint es leider nicht zu geben, aber viel Text zum Vogelsang-Motor/Petermax Eigenbauten:

Das Fahrgestell des ersten PMM Eigenbaus von 1947 stammte von einem Volkswagen „Kübel“ aus Wehrmachtsbeständen, mit einem Radstand von 2,20m. Bei den weiteren Fahrzeugen hat PMM vermutlich auf „normale“ Volkswagen-Chassis´ zurückgegriffen und diese um 20cm auf 2,20m verkürzt. Die Motorisierung der Fahrzeuge hing von der Art ihrer Einsätze ab. Bei kurzen Distanzen im Rahmen der Deutschen Sportwagenmeisterschaft (DSM) wurde der spezielle „Vogelsang“-Motor eingesetzt (dazu gleich mehr), und es wurden vermutlich Kraftstoff-Mixturen jenseits des damals recht minderwertigen handelsüblichen Benzins verwendet. Bei den Weltrekordfahrten setzte man dagegen – wohl durch das Reglement vorgegeben – auf Volkswagen-Serientechnik, allerdings mit einem Hubraum unter 1100ccm, um die Klassengrenze einzuhalten. Und bei der Targa Florio 1950, einem Rennen von über 1000 km Länge, wurde die Motorisierung ziemlich sicher zugunsten der Ausdauer etwas reduziert, genaueres ist mir dazu aber nicht bekannt.

Jedenfalls geben mehrere Quellen für die DSM-Einsätze (und für sonstige nationale Sprintrennen) eine Leistung des 1095ccm-Motors von anfangs 40 und später 50-55 PS (bei 4000 U/min) an, während die Leistung des Rekordfahrzeugs regelkonform dem Niveau des Volkswagenmotors aus der Serie entsprach (25 PS bei 1086ccm Hubraum). Die Steigerung gegenüber dem VW-Serienmotor auf die doppelte Leistung wurde einerseits durch den besseren Renn-Kraftstoff und andererseits durch den Einsatz des „Vogelsang“-Motors möglich. VW-Ingenieur Gustav Vogelsang verwendete einen Magnesium-Motorblock mit speziellen Mahle-Kolben sowie mit Zylinderköpfen, die Porsche im Krieg für Schnellboot-Motoren entwickelt hatte. Sie wiesen hemisphärische Brennräume auf. Zusätzlich stiftete er vier Vergaser, änderte die Nockenwelle, erhöhte die Verdichtung auf 12,5:1 usw., alles, um den Verbrennungsvorgang zu optimieren – ähnlich wie es später auch beim Porsche 356 erfolgte. Das Leichtgewicht (550 kg) schaffte damit – auch durch seine Stromlinien-Karosserie – über 200 km/h Spitze. Einzelne Quellen nennen übrigens sogar knapp 80 PS Leistung. Falls dies zutrifft, war es vermutlich nur bei besonders „giftigem“ Rennsprit und extrem hoher Verdichtung möglich.

https://www.minerva-endurance.de/modell ... nbau-1950/

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Re: 4 obenliegende Nockenwellen 16 Ventille Bj.46-47

Beitrag von Gerhard Meier » Do Mär 14, 2019 11:16 am

Hallo Andreas, hier kann das Auto samt Motor besichtigt werden, Pflichtprogramm bei meinem nächsten Hamburgbesuch:

Einer der PMM-Eigenbauten, es ist wohl sein letztes Modell von 1950, existiert noch heute weitgehend unversehrt im ungeschönten Originalzustand. Das Fahrzeug kann in Hamburg im wunderbaren Museum „Prototyp“ in der Hafencity (in der Nähe der Elbphilharmonie, von „Miniatur Wunderland“ und des Maritimen Museums) besichtigt werden, und es nimmt auch regelmäßig am historischen Hamburger Stadtparkrennen teil.

https://www.minerva-endurance.de/modell ... nbau-1950/

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Re: 4 obenliegende Nockenwellen 16 Ventille Bj.46-47

Beitrag von Gerhard Meier » Do Mär 14, 2019 11:35 am

und so sieht der Petermaxmüller VW aus:

http://www.targapedia.com/album_targa_f ... 20(1).html

Andreas Bergbauer
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Re: 4 obenliegende Nockenwellen 16 Ventille Bj.46-47

Beitrag von Andreas Bergbauer » Do Mär 14, 2019 11:54 am

Der Motor bei TheSamba ist mit Sicherheit nie gelaufen. Es fehlen z.B. die Stehbolzenbohrungen an den Einlässen der Köpfe usw.
Ebenso ist keinerlei Verbindung für eine Ölzufuhr der Köpfe zu erkennen, geschweige denn ein Rücklauf.
Wird wohl ein aufgegebenes Projekt sein und in den Händen des schwedischen Käufers weiter vor sich hingammeln.
Was für die Vitrine... :mrgreen:
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