Feinstaub aktuell !

Oldtimer & Diverses jenseits des Karmann-Ghia Hobbies.
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Ingo Schwendtke
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Feinstaub aktuell !

Beitrag von Ingo Schwendtke »

Hier ein aktueller Bericht aus Spiegel Online ....


http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,15 ... 73,00.html

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Michael Bär
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Peter David Göhr ist verstorben

Beitrag von Michael Bär »

Die IKM Initiative Kulturgut Mobilität verkündet heute morgen in ihrem Forum,
ihr Gründer und Verfechter gegen Fahrverbote Peter David Göhr sei am
03.03.07 verstorben.


Michael

http://www.iphpbb.com/board/f-86212796nx67243-2.html
Karmann Ghia - der Italiener unter den Volkswagen
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Michael Bär
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Beitrag von Michael Bär »

Interessanter Beitrag im VDH-Forum (Heckflosse).
Antwortschreiben eines Bundestagsabgeordneten an VDH-Mitglied 'Petermann':




Sehr geehrter Herr Petermann,

auf diesem Wege möchte ich Bezug nehmen auf Ihr Schreiben vom Oktober
vergangenen Jahres in der Sie Ihre Befürchtungen hinsichtlich der
Feinstaubverordnung für die Nutzung von Oldtimern geäußert haben. Bitte
entschudligen Sie die Verzögerung meiner Antwort.

Ziel der Europäische Feinstaub-Richtlinie vom 22. April 1999 (99/30/EG)
ist es, die Feinstaubbelastung zu reduzieren, die besonders in den Städten
vielfach zu hoch ist. Deutschland ist mit der Feinstaubverordnung seiner
Pflicht zur Umsetzung in nationales Recht nachgekommen. Der Deutsche
Bundestag hat bisher in keiner Weise an der Kennzeichnungsverordnung
mitgewirkt, denn es handelt sich hierbei um eine reine Regierungsverordnung,
also einem Rechtsakt von Minister Gabriel.

Die Verordnung ist zum 1. März 2007 in Kraft getreten. Neu ist eine
bundesweit einheitliche Kennzeichnung von PKW, LKW und Bussen
entsprechend ihrer Feinstaubemission. Zudem wird ein Verkehrszeichen
„Umweltzone“ eingeführt, dass ein feinstaubbedingtes Fahrverbot signalisiert.
Die Ausweisung von Umweltzonen obliegt den Ländern und Kommunen.

Oldtimer sind bedingt durch ihren Technikstand in besonderem Maße von
feinstaubbedingten Fahrverboten bedroht. Dem Verbot stehen die geringen
jährlichen Fahrleistungen der meist historischen Fahrzeuge (70% unter 1500
km) gegenüber, die zudem überwiegend außerhalb der Umweltzonen bewegt
werden. Die Fakten sprechen im Übrigen für sich, denn historische
Fahrzeuge haben – durch Daten klar belegt – lediglich vernachlässigbaren
Einfluss auf die Luftqualität der Innenstädte. Vor diesem Hintergrund stellt
sich das abzeichnende Fahrverbot als unverhältnismäßige Härte für alle
Oldtimer-Enthusiasten dar. Die Möglichkeit der immer wieder in die Diskussion
gebrachten Sondererlaubnisse birgt die Gefahr eines Flickenteppichs und einer
vergleichbaren Diskussion wie beim Rauchverbot – nur hier bei den Oldtimern -
in sich.

Angesichts des wachsenden Wirtschaftsfaktors „Oldtimer“ (rund 4,8 Mrd. €
und 55.000 Vollzeitbeschäftigte) und dem wichtigeren Umstand, dass es
sich um ein Freizeitinteresse handelt und nicht nur den Besitzern von
Oldtimern, sondern in unserem Land Freude bereitet, halte ich eine praktikable
Regelung für Oldtimer für sinnvoll. Deshalb habe ich die Bundesregierung
gebeten, dass die federführenden Bundesministerien für Umwelt und Verkehr
zusammen mit den zuständigen Landesministerien und kommunalen
Spitzenverbänden eine geeignete Lösung erarbeiten.

Mit der Schaffung der Kategorie des „H-Kennzeichens“ hat der Gesetzgeber
in der Vergangenheit bereits seinen Willen dokumentiert, die Anstrengungen
von Fahrzeugenhaltern für den Erhalt authentischer und mindestens 30 Jahre
alter Fahrzeuge zu honorieren. Die zuständige Arbeitsgruppe der CDU/CSU-
Bundestagsfraktion für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zeigt sich daher
offen, die H-Kennzeichen von der Fahrverbotsregelung auszunehmen und eine
generelle Ausnahmeregelung für die Schlüsselnummer 98 zu erreichen.
Die Meinungsbildung über mögliche Lösungsmodelle dauert hierzu noch an.

Ich werde mich für eine Lösung im Sinne der Oldtimerfreunde stark machen.


Mit freundlichen Grüßen

45/4
71069 Sindelfingen
Telefon: 07031/67 92 93
Telefax: 07031/67 92 94

www.clemens-binninger.de


Quelle:

http://www.mercedesclubs.de/scriptdaten ... /2704.html
und
www.pagodentreff.de

Auszug aus seiner Homepage:

Aktuell
12.03.2007
Feinstaubrichtlinie: Binninger gegen Fahrverbote für Oldtimer

Durch die Umsetzung der europäischen Feinstaubrichtlinie durch das Bundesumweltministerium sind Oldtimer bedingt durch ihren Technikstand in besonderem Maße von feinstaubbedingten Fahrverboten bedroht. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Clemens Binninger bezeichnete diesen Umstand als „unverhältnismäßige Härte“ und fordert Änderungen:

"´Oldtimer´ sind ein wachsender Wirtschaftsfaktor (rund 4,8 Mrd. € und 55.000 Vollzeitbeschäftigte). Darüber hinaus bereiten Oldtimer nicht nur den Besitzern Freude, sondern sind ein Freizeitfaktor. Gerade Im Landkreis Böblingen gibt es traditionell eine große Oldtimer-Gemeinde. Deshalb fordere ich eine praktikable Regelung für Oldtimer. Die diskutierten Sondererlaubnisse bergen die Gefahr eines Flickenteppichs in sich und sind deshalb abzulehnen. Ich habe die Bundesregierung gebeten, dass die federführenden Bundesministerien für Umwelt und Verkehr zusammen mit den zuständigen Landesministerien und kommunalen Spitzenverbänden eine geeignete Lösung im Sinne der Oldtimerfreunde erarbeiten", so Binninger.

Die Fakten sprechen im Übrigen für sich, denn historische Fahrzeuge haben – durch Daten klar belegt – lediglich vernachlässigbaren Einfluss auf die Luftqualität der Innenstädte. Bedingt durch die geringen jährlichen Fahrleistungen (70% unter 1500 km), die zudem überwiegend außerhalb der Umweltzonen bewegt werden.

Michael
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Gerd Grebbin
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Feinstaub aktuell

Beitrag von Gerd Grebbin »

Hallo Michael,

das ist ganz interessant - ein gleichlautendes Schreiben erhielt ich von meinem hier zuständigen MdB Dr. Faust (CDU). Offensichtlich gibt es in der Fraktion eine entsprechende einheitlich herausgegebene "Sprachregelung", die ja vom Inhalt her unseren Vorstellungen durchaus entspricht.

Hoffen wir nur, daß sich der Herr Minister Gabriel hier zur Vernunft bringen läßt. Aber er steht ja eher für populäre Symbolpolitik als für Konsistenz und Logik ...

Gerd

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Michael Bär
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Neue Entwicklungen in NRW

Beitrag von Michael Bär »

Mal so zur Kenntnis:

"....Aus Nordrhein-Westfalen kommt das Signal, auf das die Oldtimerszene seit Monaten wartet. Auf der Essener Techno Classica bestätigte Landesverkehrsminister Oliver Wittke im Namen der Landesregierung, dass Fahrzeuge ...

... mit H- und 07er-Kennzeichen auch nach der Einführung von Umweltzonen landesweit freie Fahrt haben werden. Deuvet-Vizepräsident Peter Schneider erreichte in politischer Kleinarbeit, vor allem in persönlichen Gesprächen mit Oliver Wittke und Innenminister Ingo Wolf, dass auch Landesumweltminister Uhlenberg zu der Überzeugung kam, klassische Fahrzeuge von Fahrverboten auszunehmen.

Deutschlands bevölkerungsreichstes Bundesland wird damit zum Vorreiter in Sachen Schutz des automobilen Kulturgutes, eine Entscheidung, die auf der Techno Classica von Clubs, Händlern und Oldtimerfahrern durchweg positiv und mit deutlicher Erleichterung aufgenommen wurde.

Die genaue rechtliche Umsetzung der Ausnahme ist laut Auskunft des nordrhein-westfälischen Landesverkehrsministeriums noch offen. ...."



Grüße
Michael
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Jörg Fischer
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Re: Neue Entwicklungen in NRW

Beitrag von Jörg Fischer »

Michael Bär hat geschrieben:(...)
Die genaue rechtliche Umsetzung der Ausnahme ist laut Auskunft des nordrhein-westfälischen Landesverkehrsministeriums noch offen. ...."
(...)
Im Klartext heißt das, alles was gesagt wurde ist nur heiße Luft und nichts wert.

Anläßlich der Retro-Classic in Stuttgart gab es ähnliche Aussagen für Baden-Württemberg, die bereits sämtlichst revidiert wurden.

Welche Partei hatte eigentlich vor der Wahl verkündet "eine Mehrwertsteuererhöhung wird es mit uns nicht geben!"? Und haben wir jetzt 16% oder 19%?

Gruß Jörg

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Michael Bär
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Beitrag von Michael Bär »

Und hier habt Ihr jetzt mal die Triebfedern der Hysterie in Deutschland:

http://www.pro-saubere-luft.de/index.htm


So offen hatten es die Konzerne sonst noch nie zugegeben, dass sie über Lobbyarbeit ihren Vertrieb der neuen Uniformelektronikverstopftüberreguliertplastikvermüllteinheitsantlitz-Mobile vorantreiben wollen. :evil:

Nur interessant, dass die deutschen Großen sich nicht offen mit ihrem Logo an der Kampagne beteiligen, aber da Mazda, Jaguar und Landrover zu Ford, Suzuki zu Opel, also GM, sowie m.W. Scania zu VW und auch Chrysler bekanntermaßen (noch) zu Daimler gehören, sieht man , dass alle im Boot rudern. Ich warte noch auf BMW, spätestens, wenn die Produktionszahlen im Keller sind, greifen die auch zum Ruder...., wetten, dass dann das MINI-Logo dort zu finden ist?

Und der deutsche Michel glaubt den Mist, denn schließlich soll wie auch früher die Welt am deutschen (Übereiferregulierungswahn)-Wesen genesen.

Sollen sie doch erst einmal die Amerikaner, die Russen, die Chinesen, die Inder, die Australier und sonstige noch bedenkenlose CO2-"Spender" überzeugen....

Frohe Ostern
aus dem Land der eifrigen Mülltrenner in "urbi et orbi" - in der Stadt und den Landkreisen



Michael
(zugegeben etwas angesäuert)
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Michael Bär
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Beitrag von Michael Bär »

FUNDSTÜCK:


Frage im MB-Classic-Forum:
Für Fahrzeuge mit H-Kennzeichen haben wir die Schlüsselnummer 98, auch wenn in dem Fahrzeug ein Kat eingebaut ist, für den die Schlüsselnummer 14 gelten würde, wenn das Fahrzeug kein H-Kennzeichen hätte.
Bei der (alten) Zulassung gab es hier nur die Schlüsselnummer 98.
In der neuen Zulassungsbescheinigung gibt es ja noch ein weiteres Feld, in dem die Emissionsschlüsselnummer eingesetzt werden kann bzw. wird.
Deshalb die Fragen zur aktuellen Situation:
1.) Welches der Felder ist nun maßgebend und verbindlich für die Erteilung der Plakette?
2.) In welcher Rechtsgrundlage ist das geregelt?

Vielen Dank für Ihre Mühe
Bernd Meyer-Brockel



Antwort:


Matthias Gerst
TÜV SÜD Auto Service GmbH

Hallo Herr Meyer-Brockel,
das ist wieder eine superwichtige Frage!
Zuerst zur Rechtsgrundlage: Dazu dient im Bundesimmissionsschutzgesetz (kurz BImSchG) der §40(3) (für Verkehrsverbote) und der §4(2) der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) (für die Feinstaubwerte. Die dazu erlassene deutsche "Kennzeichnungsverordnung" dient für die Kennzeichnung der Fahrzeuge mit den "Feinstaubplaketten".
Nun zu Ihrem Fahrzeug. Nach Ihren Angaben hat es einen geregelten Kat mit der Abgasschlüsselnummer "14", was im Umgangsjargon "Euro 1" (Vollerfüllung) bedeutet. Diese Schlüsselnummer ist in den alten Fz-Papieren unter Ziffer 1, Zeile 2 am Ende der Zeile zu finden, wobei bei einer Zulassung mit H-Kennzeichen die "14" verschwindet und die "98" eingetragen wird. In den neuen Fahrzeugpapieren ist die "14" in Feld 14.1 eingetragen und wird bei einer Zulassung mit H-Kennzeichen durch "0098" ersetzt. Doch außerdem steht dann üblicherweise im Feld V.9 entweder die Angabe "91/441/EWG" oder aber "schadstoffarm E2". Beide ermöglichen damit die Einstufung des Fahrzeugs in die Gruppe 4, also mit grüner Feinstaub-Plakette. Somit kann Ihr Fahrzeug ohne Einschränkung genutzt werden.

Ich hoffe, mit diesen Angaben zufriedenstellend geantwortet zu haben und wünsche viel Freude mit Ihrem schönen Fahrzeug.

Mit schönen Grüßen von
Matthias Gerst von TÜV SÜD




Michael
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Michael Bär
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Beitrag von Michael Bär »

Gucktihrhier, der Ausnahmekatalog für Hannover ist online....


http://www.hannover.de/de/umwelt_bauen/ ... index.html

Interessant ist diese Passage:
...
Historische Kfz mit dem Zusatzkennzeichen „H“, das sind Originalfahrzeuge, die älter als 30 Jahre sind, sind vom Fahrverbot auszunehmen, da sie nicht umrüstbar sind, in der Regel keine hohe Fahrleistung pro Jahr haben einen kulturhistorischen besonderen Wert haben und in der Landeshauptstadt nur schätzungsweise rund 682 Fahrzeuge betroffen sind.
Der Nachweis über das H-Kennzeichen ist ausreichend.
...


Michael
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Wolfgang Klinkert
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Beitrag von Wolfgang Klinkert »

... da wollen wir mal die Hoffnung nicht aufgeben, dass sich diese Regelung bundesweit ebenfalls durchsetzt und ggf. auch noch die 07-er Nummern eingeschlossen werden.

Schließlich heißt es KraftFAHRzeug und nicht KraftSTANDzeug :!:

Und ich bin immer wieder überrascht, wieviele wildfremde Menschen mich auf Parkplätzen, Tankstellen oder mitunter sogar an einer roten Ampel ansprechen, wenn ich mit dem Karmann Ghia unterwegs bin. Diese Begeisterung muß den Leuten (und uns natürlich auch ':wink:') doch erhalten bleiben, oder :?:
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Rolf-Stephan Badura
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Beitrag von Rolf-Stephan Badura »

Hallo,

hier in Berlin rechnen wir derzeit mit 100 Euro "Verwaltungsgebühr" pro Oldtimer für eine Erlaubnis für ca. 700km (ab 2010 nur noch für 500km) in der Umweltzone mit H-Kennzeichen fahren zu dürfen...

Aber derzeit lassen sich die Behörden noch nix amtliches entlocken, gegen dass man klagen oder protestieren kann - diese Verschleppungstatik soll bis in den Oktober gehen.

Wir sind aber weiterhin aktiv, siehe
http://www.mobiles-kulturgut.de/
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Grüße von der Feinstaubfront,

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Wolfgang Klinkert
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Beitrag von Wolfgang Klinkert »

Rolf-Stephan Badura hat geschrieben:Hallo,

Wir sind aber weiterhin aktiv, siehe
http://www.mobiles-kulturgut.de/
http://www.kulturgut-mobilitaet.de/

Hallo Rolf-Stephan,

... und Ihr seid in Berlin am dichtesten bei den Regierungsverantwortlichen :!:
Ich wünsche Euch viel Erfolg und entsprechende Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. ':shock:'
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Michael Bär
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Verlautbarung des Deuvet von heute

Beitrag von Michael Bär »

Verlautbarung des Deuvet von heute

--------------------------------------------------------------------------------

ZITAT:

Die zum 1. Januar 2008 geplanten Umweltzonen werden von der Stadt Frankfurt am Main auf unbestimmte Zeit verschoben. Durch das Innenstadtverbot für Lkw über 3,5 Tonnen konnte 2006 gegenüber 2005 die Überschreitung der Feinstaubwerte erheblich gesenkt werden. Durch eine Ausweitung des Durchfahrverbots für Lastwagen will man in den Rhein-Main-Städten die Belastung weiter senken, so dass sich die Umweltzonen erübrigen. Unter anderem hat das Kompetenzdurcheinander zwischen Bund, Ländern und Städten in Frankfurt zu dieser Regelung geführt.
_________________
DEUVET
Bundesverband für Clubs klassischer Fahrzeuge e.V.
Wiebestraße 36 - 37
10553 Berlin

Telefon 0900-1 33 88 38(49cts p.M.)
Fax 030-34 095 172


Wird das nu' 'n geordneter Rückzug...???? Ein Anflug von Erkenntnis...??

Michael
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Rolf-Stephan Badura
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Re: Verlautbarung des Deuvet von heute

Beitrag von Rolf-Stephan Badura »

Hallo Michael,
Michael Bär hat geschrieben:Wird das nu' 'n geordneter Rückzug...???? Ein Anflug von Erkenntnis...??
schön wär's - aber Pustekuchen - hier in Berlin ist die Amtsschimmel voll auf Trab und die Ausnahmegenehmigungen für Oldtimer können seit vorheriger Woche beantragt werden. Die Bezirksämter wurden in den letzten Wochen dazu geschult.

a) Ausnahmen für 30 Jahre alte Fahrzeuge möglich
Es ist dafür aber kein H-Kennzeichen nötig und auch kein 07-Kennzeichen nötig. Lediglich der Tag der Erstzulassung muss vor mindestens 30 Jahren gewesen sein.

b) Ausnahme nur für Fahrten 07 Kennzeichen ähnlich
Die Ausnahme ist nicht für Alltagsfahrten bestimmt! Nur für Werksatt- und Überprüfungsfahrten und Fahrten zu Oldtimer-Veranstaltungen und zusätzlich natürlich raus aus der Umweltzone. Das war den meisten von uns hier neu! :shock:

c) Fahrtenbuch mit 700km max
Wie schon früher angedeutet - es muss ein Fahrtenbuch (A4-Zettel)geführt werden und maximal 700km in der Umweltzone sind derzeit erlaubt pro Jahr - ab 2010 dann nur noch 500km/Jahr. Es wird zu aberwitzigen Szenen kommen, wenn ich am Umweltzonenschild mal eben miten auf der Straße und im Feierabendverkehr die anderen Verkehrsteilnehmer nach einen Kugelschreiber fragen werde :lol:

d) einmalig 100 Euro Gebühr pro Fahrzeug
Die abenteuerliche Gebühr von 100 Euro wird fällig pro Fahrzeug - aber nur einmalig und unbefristet (nicht z.B. pro Jahr). Für das 07er Sammelkennzeichen war man bei meiner Nachfrage sich nicht 100%ig klar ob einmalig pro Sammelkennzeichen oder pro Fahrzeug... 100 Euro sind auch bei mir nicht schmerzfrei mit derzeit zwei Oldies, aber irgendwie machbar. Gewerbebetriebe dürfen für befristete Ausnahmen auch mal tausende von Euro zahlen - da ist die Oldie-Ausnahme fast schon ein Schnäppchen - trotzdem aber eher eine Frechheit und unangemessene Umweltstrafgebühr. :evil:

e) Ausnahmegenehmigung muss mitgeführt werden.
Die Ausnahmegenehmigung muss dann mitgeführt werden wie das Fahrtenbuch und muss beim Parken sichtbar plaziert werden. Mal sehen wieviele Jahre das blöde Umweltpapier in praller Sonne auf dem Armaturenbrett überlebt - Wetten werden noch angenommen... :lol:

f) auch Berlin-Besucher brauchen eine Ausnahmegenehmigung
Fahrzeuge von außerhalb brauchen im auch diese Sondererlaubnis und sollten rechtzeitig ihren Antrag einreichen! Nix mehr mit Oldtimer-Treffen in Berlin - wer will schon ortsfremden Teilnehmern so eine Strafgebühr für weite Anreisen aufzwingen! :shock:

g) wenige Behördenmitarbeiter für viel Arbeit
Derzeit sollen laut unserer Quellen 7 Mitarbeiter die Ausnahmen bearbeiten - bei ca. 100.000 Fahrzeugen der betreffenden Kategorie. Es ist daher mit Engpässen insbesondere zur Jahreswende zu rechnen.

h) mehr unter http://www.berlin.de/sen/umwelt/luftqua ... ette.shtml


D.h.:

Youngtimer schauen komplett in die Röhre
das ist für den Oldtimer-Nachwuchs traurig - zumal das Oldtimer-Hobby durch die wirtschaftlichen Krisen der vergangenen Jahre bei uns eine drastisch starke Erhöhung des Alterdurchschnitts hat. Es gibt zwar noch andere Sondererlaubniswege, z.B. der besondere Härte, Behinderung, soziale Notlage etc. nachgewiesen werden. Diese sind aber nicht für 100 Euro und obige Bedingungen zu haben. :shock:


Mahlzeit...

Grüße aus Berlin,

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Michael Bär
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Beitrag von Michael Bär »

Verlautbarung des Hessischen Verkehrsministeriums:

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

Pressemitteilung

Wiesbaden, 21. September 2007

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Verkehrsminister Dr. Alois Rhiel: Freie Fahrt für Oldtimer – Hessens Vorstoß im Bundesrat erfolgreich


Verkehrsminister Alois Rhiel hat sich erfreut darüber gezeigt, dass der Bundesrat heute (Freitag) einem Plenarantrag Hessens gefolgt ist, wonach Oldtimer vom Fahrverbot in Umweltzonen ausgenommen werden sollen. In der Kennzeichnungsverordnung kamen die historischen Fahrzeuge bislang nicht vor – mit der Folge, dass Oldtimer nur mit Ausnahmegenehmigung für jede einzelne Fahrt in die Umweltzonen hätten einfahren können.

„Ein solches praktisches Fahrverbot für historische Fahrzeuge in Innenstädten wäre völliger Unsinn. Oldtimer lassen sich nicht nachrüsten, um so den Ausstoß an Dieselrußpartikeln zu verringern. Es handelt sich hierbei ausschließlich um erhaltenswerte Kraftfahrzeuge, die hauptsächlich an Wochenenden und nur wenig bewegt werden. Ihr Anteil an der Feinstaubbelastung in Innenstädten ist zu vernachlässigen“, erklärte Rhiel in Wiesbaden.

Die Plakettenverordnung geht jetzt zurück an die Bundesregierung. Rhiel hofft nun, dass diese die beschlossene Änderung aufgreift. Tut sie dies nicht, müssten die Kommunen künftig im Einzelfall Ausnahme-Genehmigungen erteilen, damit in den Städten historische Fahrzeuge zu sehen sein können. „Dies wäre ein unnötiger bürokratischer Aufwand, der niemandem nützt“, so Rhiel abschließend

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Kontakt: Pressesprecher Christoph Zörb
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung
Kaiser-Friedrich-Ring 75, 65185 Wiesbaden
Tel: (06 11) 815 2020, Mobil (01 51) 1 22 222 16
Mail: christoph.zoerb@hmwvl.hessen.de
www.wirtschaft.hessen.de



Gruß
Michael
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