Oldtimer in der Klimakrise

Oldtimer & Diverses jenseits des Karmann-Ghia Hobbies.
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Wolfgang Klinkert
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Oldtimer in der Klimakrise

Beitrag von Wolfgang Klinkert »

Bitte lasst euch nicht von der verwirrenden Überschrift stören. :wall:


:arrow: https://www.spiegel.de/auto/wohin-mit-o ... 7fc0acce1d


... Technisches Kulturgut auf zwei, drei, vier oder sogar mehr Rädern wird auch weiterhin auf unseren Straßen erlebbar sein«, zitiert die »Oldtimer Markt«, nach eigenen Angaben Europas größte Fachzeitschrift für klassische Autos und Motorräder, den Parlamentskreisvorsitzenden. ...


Hoffen wir, dass es tatsächlich so eintritt. :?
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Rolf-Stephan Badura
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Re: Oldtimer in der Klimakrise

Beitrag von Rolf-Stephan Badura »

Viele Kommentare dazu sind aber von Neid bis Hysterie getrieben oft unschön/übertrieben negativ zu Oldies...
der Sympathie-Bonus ist weniger spürbar als vor 15 Jahren beim Thema Umweltzone (und nachträglicher Freigabe für H-Kennzeichen)
Nach dem Motto: wenn man kein Familendiesel mehr in der Stadt fahren darf, dann die ollen Stinker erst recht nicht - Kindergarten-Niveau.

Wird nicht einfach werden, da für Sonderregelungen mehrheitliche Zustimmungen zu bekommen.
Sehe ich nicht so rosig, wie der Parlamentskreisvorsitzende. Man wird sehen...

Viele Kleinbetriebe/Werkstätten in der Stadt resignieren schon und denken an andere Geschäftsfelder oder - wer kann - Umzug ins Umland.

Grüße,

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Andreas Bergbauer
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Re: Oldtimer in der Klimakrise

Beitrag von Andreas Bergbauer »

Rolf-Stephan Badura hat geschrieben:
Mo Sep 20, 2021 3:49 pm
Nach dem Motto: wenn man kein Familendiesel mehr in der Stadt fahren darf, dann die ollen Stinker erst recht nicht - Kindergarten-Niveau.
Die einzige Partei die laut der Befragung der OTM das Fahren von Oldies in Umweltzonen verbieten würde, ist die ganz, ganz rote Partei. Sind wohl auf Stimmenfang in den Randgruppen. :mrgreen:
Selbst die Grünen sehen das (wohl zwangsweise) entspannt. Kein Wunder, deren hauptsächliche Wählerschicht ist betucht und hat selber Oldtimer... :unbekannt:
Ich fuhr dieses WE in Leipzig und Halle mit dem Karmann in die Umweltzonen. Da hat sich kauml wer deswegen umgedreht.
Und wenn, dann mit Daumen hoch oder breitem Grinsen.
Weiter abseits von Berlin scheint man das Thema da noch entspannter zu sehen.
Und in München letzten Donnerstag mit dem EURO3 BMW voll im Stadtzentrum. Hat auch keinen interessiert...
(Musste da rein, Notfall, Metallsplitter im Auge...)
Ich warte es mal ab. Bei uns am Land werden wir ert mal weiter die alten TDIs aufbrauchen. Jetzt erst recht. :twisted:
Schrauber-Nachwuchs vor!

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Wolfgang Klinkert
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Re: Oldtimer in der Klimakrise

Beitrag von Wolfgang Klinkert »

Rolf-Stephan Badura hat geschrieben:
Mo Sep 20, 2021 3:49 pm
... Sehe ich nicht so rosig, wie der Parlamentskreisvorsitzende ...
Ich bin in dieser Sache ebenfalls eher skeptisch. :?

Und man muss sich wohl die Frage stellen, wie lange man in den kommenden Jahren (s)einen Oldie noch ohne erheblichen Wertverlust verkaufen kann. :motz:

Wie seht ihr das :?:
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Andreas Bergbauer
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Re: Oldtimer in der Klimakrise

Beitrag von Andreas Bergbauer »

Wolfgang Klinkert hat geschrieben:
Wie seht ihr das :?:
Die Deutschen vergessen gerne, dass die Welt drumherum auch noch existiert und am Deutschen Wesen die Welt nicht genesen wird.
Absatzprobleme für Oldtimer sehe ich keine. Geht er eben wieder zurück in die Staaten. Oder nach Österreich. Samt mir.
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Michael Bär
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Re: Oldtimer in der Klimakrise

Beitrag von Michael Bär »

Bin in 6 km in den Niederlanden, die sehen es auch entspannter dort...zumindest auf dem freien Lande...
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Wolfgang Klinkert
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Re: Oldtimer in der Klimakrise

Beitrag von Wolfgang Klinkert »

Tja Leute,

weder die Klimakrise noch die Energiewende sind rein deutsche Themen :verweis: ...
... und sie enden auch nicht an der Grenze der BRD. :wink:

Es ist also m. E. ein wenig blauäugig, zu glauben, dass man im europäischen Ausland nicht über kurz oder lang die gleiche Situation antrifft. :|

In Paris sind bereits jetzt alle Arten von Fahrzeugen (auch Oldtimer) mit Erstzulassung vor dem 1. Januar 1997 und Krafträder mit einer Erstzulassung vor dem 1. Juni 2000 bis auf wenige Ausnahmen von Fahrverboten Betroffen :!:

Ich denke ja nicht an die nächsten 3 bis 5 Jahre, sondern ein bisschen weiter in die Zukunft. :mrgreen:
Aber handeln muss man wohl zeitig genug .... :nighty:
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Rolf-Stephan Badura
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Re: Oldtimer in der Klimakrise

Beitrag von Rolf-Stephan Badura »

wohne weniger als 2km zur Stadtgrenze zum anliegendem Brandenburger-Dorf - da kann ich hinlaufen... :versteck:
seh's daher mittelfristig gelassen - aber auch mit langfristiger Option auf E-Umbau (wenn ich mir die Kosten für E-Zweitwagen wie Microlino ansehe, kann ich auch den Karmann heute umbauen) - oder teuren Apotheken-Öko-Sprit oder was da kommt.
Verkauft wird da nix bei mir - Wertsteigerung oder -verlust daher auch piepegal :grinseval:

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Andreas Bergbauer
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Re: Oldtimer in der Klimakrise

Beitrag von Andreas Bergbauer »

Ich habe hier gestern drei Posts geschrieben und wieder gelöscht. Denn ich finde, jetzt ist der TE dran, seine Ansichten klar und etwas ausführlicher darzulegen.
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Bernhard Schmutzler
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Re: Oldtimer in der Klimakrise

Beitrag von Bernhard Schmutzler »

Man kann sich aufregen oder nicht - im Endeffekt sind wir da relativ ausgeliefert.
Ich bin niemand, der mit Oldtimern spekuliert oder handelt.
Darf ich sie irgendwann nicht mehr fahren, werden sie eben nur noch geputzt und ich hock
mich rein und rufe ganz laut "WRRROOOAAAMMMM" durch die Nachbarschaft.

Obwohl... wer hält mich davon ab, auf meinem Privatgelände immer wieder damit ums Haus zu fahren...

Oder wie Rolf-St. schreibt - Umbau auf E :steine: die Motorengeräusche mach ich mir dann wie gesagt selbst dazu

nichts wird so heiss gegessen wie's gekocht wird :bier:

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Wolfgang Klinkert
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Re: Oldtimer in der Klimakrise

Beitrag von Wolfgang Klinkert »

Andreas Bergbauer hat geschrieben:
Mi Sep 22, 2021 10:26 am
... ich finde, jetzt ist der TE dran, seine Ansichten klar und etwas ausführlicher darzulegen. ...
Ich nehme an, "TE" bedeutet "Top-Entertainer" :grinseval: :?:
So hat mich kürzlich ein KG-Freund aus meiner Region genannt, der meiner täglich von mir mit Informationen rund um das Thema KARMANN versorgten Whats-App-Gruppe "Karmann Ghia-Freunde Siegerland" angehört. :grinseval:

Wer mich kennt, weiss, dass der Karmann Ghia meine ganz große Leidenschaft ist und ich mit allem beschäftige, was mit der Firma KARMANN zu tun hat.
Natürlich war demzufolge der Kauf meines "MANNI" für mich keine Wertanlage :!:
Das gleiche gilt für mein umfangreich zusammengetragenes Sammelsurium. 8)

Allerdings hat nicht jeder Mensch das Glück, bis in's hohe Alter gesund zu bleiben. :?

Hier sei beispielhaft Gerd G. genannt, der aufgrund eines Augenleidens bedauerlicherweise nicht mehr Auto fahren darf. :cry:
Er hat seinen "CARLOS" seinem Neffen zur Hochzeit geschenkt und darf zumindest gelegentlich bei ihm mitfahren. :D

Meine Frau und ich haben weder Kinder noch Neffen oder Nichten und sowohl unser Patenkind (die Tochter meines besten Freundes) - ebenso wie deren Gatte - als auch mein rund 15 Jahre jüngerer Schwager haben kein Interesse an dem Oldie.

Und es kommt irgendwann der Tag, an dem auch ich gesundheitlich nicht mehr in der Lage sein werde, mit dem geliebten "MANNI" zu fahren. :(

Zum heutigen Zeitpunkt ließe sich der Wagen locker für den doppelten Preis dessen (und vermutlich noch darüber), was ich selbst vor 15 Jahren dafür bezahlt habe, verkaufen. :roll:

Es ist für mich dennoch momentan nicht ansatzweise vorstellbar, mich von dem Wagen trennen zu müssen. :schlaumeier:

Allerdings täte es mir sehr weh, wenn es eines Tages für einen Preis sein müsste, der möglicherweise sogar noch weit unter dem damaligen Kaufpreis läge, weil es der Regierung unseres Landes oder der EU gefällt, mal wieder ein paar sinnlose Regelungen zu beschließen :!: :!: :!: :wall:


Vielleicht tragen diese Zeilen dazu bei, meinen Gedanken zu folgen ..... :?:
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Wird das Oldtimerfahren unbezahlbar und unattraktiv?

Beitrag von Wolfgang Klinkert »

Scheinbar gibt es noch mehr Leute, die sich Gedanken um die Zukunft des Oldtimerfahrens machen:


:arrow: https://www.zwischengas.com/de/blog/202 ... nattraktiv


Es ist nicht so sehr der steigende Benzinpreis, der mich abschreckt, da ich weder mit dem Oldie noch mit dem "All-Day-Driver" viele Kilometer fahre.

Aber zwei der von mir in den vergangenen Jahren gelegentlich aufgesuchten Oldtimer-Werkstätten in der Region existieren bereits nicht mehr. :cry:

Und nach meinem Gefühl ist die "Begeisterung" für alte Autos in der "Nicht-Oldtimer-Besitzer"-Bevölkerung tatsächlich im Sinkflug. Das haben meine Frau und ich zumindest am vergangenen Sonntag deutlich gespürt. :shock:
Dieses "... wow - tolles Auto ..."-Ansprechen war nicht mehr existent ..... egal wo wir Halt gemacht hatten. :|

Wie sind eure Erlebnisse in dieser Beziehung :?:



Im gleichen Newsletter noch diese Nachricht: :thumb:


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Andreas Bergbauer
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Re: Oldtimer in der Klimakrise

Beitrag von Andreas Bergbauer »

Das Werkstättenthema ist für mich ja nicht wirklich eines. :wink:
Nur sehe ich ein Problem, dass Autos, die jetzt schon über 20 Jahre alt sind, sehr wahrscheinlich keine Oldtimer mehr werden.
Die Szene wird neben dem "Wegsterbe-Faktor" schon an der schlechten Reparierbarkeit zukünftiger Oldtimer scheitern.
Ein Beispiel ist mein BMW E39. Dieses 20 Jahre alte Auto ist ohne Laptop und entsprechend (nur illegal beschaffbarer) Software nicht mehr zu beherrschen. Oder man legt kräftig in der Werkstatt die Scheine auf den Tisch. Noch.
Es geht hier gar nicht um das berühmte "Coden", also Anpassen von Parametern, die Features freischalten oder deren Verhalten ändern, nein, es geht um so einfache Dinge wir den Tausch eines defekten Steuermoduls. Das kann meist wirklich nur der "Freundliche" anlernen. Was aber tun, wenn die die aus deren Sicht "alten" Autos nur noch von Bildern her kennen? Da sehe ich schwarz.
Ebenso sehe ich schwarz bezüglich Klebstoffen, Kunststoffteilen, Schrumpfungsfaktoren, Airbags usw.
Einen Sitz mit integriertem Airbag beim Sattler beziehen lassen? Fehlanzeige.
Kuststoff-Scheinwerfer werden blind. Der Aftermarket bietet noch ein paar Jahre Ersatz aus Taiwan an, dann ist Schluss. Teile horten ist unabdingbar.
Ich habe gerade die komplette Frontpartie unseres geliebten 99er L&K Octavia TDI überholt ( der hat zum Glück noch echte Glasscheinwerfer mit austauschbarer Streuscheibe!) , da gibt es nur noch Kopien, da die Front 2000 facegeliftet wurde. In 2-3 Jahren wird es für dieses Auto nichts mehr geben.
Es liegt nicht nur in der Natur der Umstellung auf alternative Antriebe, dass die Szene schrumpfen wird, es liegt auch an der Konstruktion angehender Oldtimer.

Das "tolle Auto" Ansprechen nimmt tatsächlich ab, das ist mir persönlich eigentlich ganz recht.
Nur: Die Geschichte der Menschheit und unseres Landes ganz speziell zeigt, dass für negative Geschehnisse immer Schuldige gesucht werden.
Diese Schuldigen werden dann ausgegrenzt, verfolgt etc.
Das menschliche Gehirn muss zwangsweise immer irgendwelche Kausalitäten konstruieren, die dann an jeder Faktenlage vorbei die irrsten Theorien hervorbringen.

Auf unser Hobby heruntergebrochen sehe ich eine real existierende Gefahr, dass wir die gefühlten Sündenböcke für die menschgemachte Klimaveränderung werden, nur weil man unsere Autos sofort von der Masse unterscheiden kann. Eine Art moderner Hexenwahn eben.
Das macht mir am meisten Sorgen.
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Re: Oldtimer in der Klimakrise

Beitrag von Wolfgang Klinkert »

Andreas Bergbauer hat geschrieben:
Di Okt 12, 2021 10:11 am
... Auf unser Hobby heruntergebrochen sehe ich eine real existierende Gefahr, dass wir die gefühlten Sündenböcke für die menschgemachte Klimaveränderung werden, nur weil man unsere Autos sofort von der Masse unterscheiden kann. Eine Art moderner Hexenwahn eben.
Das macht mir am meisten Sorgen. ...
Genau Andi :!:

Das "Ansprechen mit Lob für's Auto" ist mir auch nicht wirklich wichtig.
Es zeigt(e) bislang aber, dass Menschen sich für alte Autos begeistern konnten. :D

Inzwischen ist es scheinbar eher eine "Duldung der Dreckschleudern". :?

Wann wird es zum "Hass" mit zerkratztem Lack oder sonstigen Beschädigungen nach Rückkehr zum Fahrzeug vom Essen in einer Gaststätte oder einem Spaziergang in einem der noch existierenden Wälder ..... :wall:
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Gerhard Meier
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Re: Wird das Oldtimerfahren unbezahlbar und unattraktiv?

Beitrag von Gerhard Meier »

Wolfgang Klinkert hat geschrieben:
Di Okt 12, 2021 9:25 am

Und nach meinem Gefühl ist die "Begeisterung" für alte Autos in der "Nicht-Oldtimer-Besitzer"-Bevölkerung tatsächlich im Sinkflug. Das haben meine Frau und ich zumindest am vergangenen Sonntag deutlich gespürt. :shock:
Dieses "... wow - tolles Auto ..."-Ansprechen war nicht mehr existent ..... egal wo wir Halt gemacht hatten. :|

Wie sind eure Erlebnisse in dieser Beziehung :?:
In Italien ist die Begeisterung in der Bevölkerung enorm - wie kürzlich erlebt - nicht vergleichbar mit Deutschland, auch wenn ich hier- besonders mit dem Karmann- immer noch positive Reaktionen erfahre. Kürzlich von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und erhobenem Daumen : "Sehr schönes Auto, weißt du."
Der Nachwuchs in der eigenen Familie ist jedoch weder für Oldtimer noch für die sehr umfangreiche Spielzeugsammlung zu begeistern :( , daher werden diese Dinge irgendwann zu welchem Preis auch immer veräußert/entsorgt werden. Man darf das nicht unter Anlagegesichtspunkten sehen (wozu auch im fortgeschrittenen Alter)- danach wäre baldiger Verkauf ratsam - sondern muß das JETZT genießen.

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