Kompression gleich null

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Kompression gleich null

Beitragvon Stephan Knecht » Mi Sep 23, 2015 2:33 pm

Heute haben wir die Kompression vom 62er Cabrio gemessen. Sie beträgt zirka Null... Wat nu? Entweder das grosse Programm mit Zylinder ausschleifen, neue Kolbenringe, vielleicht Ventile - oder gleich einen andern Motor. Was denkt ihr?

Über die Qualität des weiteren Innenlebens kann ich nichts sagen, da dieser Motor seit 1962 niemals in Europa lief...kam aus USA zurück und lief dort wohl schon seit Jahren nicht mehr. Der Öldruck hingegen scheint ok. Bei rascher Anlassser-Drehzahl steigt er gegen 2 Bar und fällt nach Stop langsam zusammen.
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Re: Kompression gleich null

Beitragvon Rolf-Stephan Badura » Mi Sep 23, 2015 2:49 pm

Ventile sind eingestellt?
Wenn ja hilft nur Köpfe runter und gucken... usw.

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Re: Kompression gleich null

Beitragvon Andreas Bergbauer » Mi Sep 23, 2015 4:02 pm

Die Ventile werden aber schon angesteuert, oder?
Ansonsten: Aufmachen und reinschauen.

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Re: Kompression gleich null

Beitragvon Stephan Knecht » Mi Sep 23, 2015 4:46 pm

Ja, die Ventile arbeiten. Die Kipphebel haben auch (sehr) leichtes Spiel zum Zündzeitpunkt. Werden wohl als nächstes die Zylinder angucken.

Ausserdem wundert mich die Motornummer etwas für ein 1962er: 6 068 506. Das wäre ein Pre-1960er Motor, oder?
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Re: Kompression gleich null

Beitragvon Stephan Knecht » Mi Sep 23, 2015 4:50 pm

..tschuldigung, hatte mich verguckt. Die Motornummer wäre gemäss http://www.kaeferwissen.de/html/motor.html im richtigen Bereich für 1962.
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Re: Kompression gleich null

Beitragvon Andreas Bergbauer » Mi Sep 23, 2015 5:08 pm

Stephan Knecht hat geschrieben:Ja, die Ventile arbeiten. Die Kipphebel haben auch (sehr) leichtes Spiel zum Zündzeitpunkt. Werden wohl als nächstes die Zylinder angucken.

Ausserdem wundert mich die Motornummer etwas für ein 1962er: 6 068 506. Das wäre ein Pre-1960er Motor, oder?


Eventuell hat jemand in den USA Muldenkolben mit Lochkolben verwechselt??

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Re: Kompression gleich null

Beitragvon Stephan Knecht » Mi Sep 23, 2015 5:53 pm

Falls Austauschmotor...weiss jemand ob ein Motor mit Kennbuchstabe D..... und einer 130-Zahn Schwungscheibe zu meinem 1962er Getriebe/Anlasser passen könnte?
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Re: Kompression gleich null

Beitragvon Andreas Bergbauer » Do Sep 24, 2015 11:27 am

Stephan Knecht hat geschrieben:Falls Austauschmotor...weiss jemand ob ein Motor mit Kennbuchstabe D..... und einer 130-Zahn Schwungscheibe zu meinem 1962er Getriebe/Anlasser passen könnte?


Zähle halt die Zähne des bestehenden Motors, dann weißt Du, ob's passt...

Ich würde den Originalmotor herrichten, sofern das Gehäuse in Ordnung ist.

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Re: Kompression gleich null

Beitragvon Stephan Knecht » Do Sep 24, 2015 12:49 pm

Andreas Bergbauer hat geschrieben:Zähle halt die Zähne des bestehenden Motors, dann weißt Du, ob's passt...

Sind 109. Müsste also den Anlasser umwurschteln und womöglich die Getriebeglocke flexen...

Andreas Bergbauer hat geschrieben:Ich würde den Originalmotor herrichten, sofern das Gehäuse in Ordnung ist.

Das nenn ich eine klare Ansage - danke. Deckt sich mit meinem Bauchgefühl. Hätte schon lieber den Original-Motor drin.
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Re: Kompression gleich null

Beitragvon Michael Haase » Fr Sep 25, 2015 6:58 am

Hallo Stephan,
also ersteinmal etwas grundsätzliches:
In einen 62er kannst du eigentlich jeden Typ1 und auch Typ4 Motor einbauen. Voraussetzung ist, das du den Motor an die Umgebung oder eben umgekehrt anpasst.

Will heißen:
12V Schwungrad gegen 6V tauschen (wegen der Zähnezahl). Ebenso Vergaser, Zündspule und Lima. oder du rüstest gleich auf 12V um.
Das mache ich in solchen Fällen, da ich meine Autos im Alltagsbetrieb benutze und mir das 6V Bordnetz zu schwach ist.
Der Starter kann das ab, besser ist jedoch ein Umbau auf das "alte" Ritzel.

Wenn du unbedingt auf Originalität wert legst, solltst du den Motor neu aufbauen. Ich bezweifle aber, das dein Motor der originale ist.
Mir wären die 1200ccm mit 34PS jedenfall zu wenig.

Zeitgenössisches Tuning oder besser Frisieren ist offiziell zulässig. Das kann man bei einer Frame off Restaurierrung ruhig einfliessen lassen.

Siehe mein 65er. Der hatte einen (nicht originalen) 1300er von 1966 implantiert. Der hat jetzt 1700ccm.
Solltest du weiter Infos benötigen, einfach PN schreiben.

luftgekühlte Grüsse
Micha

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Re: Kompression gleich null

Beitragvon Andreas Bergbauer » Fr Sep 25, 2015 8:48 am

Michael Haase hat geschrieben:
Zeitgenössisches Tuning oder besser Frisieren ist offiziell zulässig. Das kann man bei einer Frame off Restaurierrung ruhig einfliessen lassen.


Achtung Michael: Kennst Du dei "schweizer Veteranentest" ?? Da werden falsch eloxierte Stößelschutzrohre bemängelt...im vorliegenden Fall gelten ganz andere Kriterien !

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Re: Kompression gleich null

Beitragvon Rolf Stein » Fr Sep 25, 2015 12:25 pm

Hallo zusammen ,aufpassen beim Umbau !die Anlasser sind nicht gleich !
Beim 6 Volt Anlasser ist die Aufnahme im Getriebe stärker ! 11mm beim 12 Volt !

Grüße Rolf.
Karmann- Servicestation. [/img][/url]
https://plus.google.com/photos/10848987 ... 9527174993

]Einen Karmann Ghia besitzen oder daran arbeiten ist besser als ein Therapeut !

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Re: Kompression gleich null

Beitragvon Stephan Knecht » Sa Sep 26, 2015 11:34 am

Vielen Dank für Eure Perspektive und Ratschläge. Bin in mich gegangen und habe wieder heraus gefunden...ich werde den bestehenden Motor herrichten, sofern nichts gewaltig Schlimmes zutage tritt.

Ausschlaggebend war, die Originalität zu bewahren - inklusive 109 Zähnen auf der Schwungscheibe, 6V, etcetera. Zudem kann es nicht schaden, einen möglichst identischen Aufbau an den zwei Karleuten zu haben (=mein Coupe von Feb 1965, 6V). Ich werde also weiterhin mit 34 PS unterwegs sein. Tuning & Frisieren find ich technisch spannend, führe aber die Karleute eher für's gemütliche Kapitel im Leben. Frisiert unterwegs war ich wohl zuletzt vor 30 Jahren, per Sachs 502 Mofa, mit 50km/h - Pyramidenschliff auf dem Kolben hatte es gebracht. Zugegeben, da war auch noch etwas weniger Gewicht an den Knochen...
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Re: Kompression gleich null

Beitragvon Stephan Knecht » Fr Okt 09, 2015 1:32 pm

Wir haben die Köpfe runter geholt und glauben es liegt vor allem an den Ventilen, dass so gar keine Kompression zustande kommt. Eines schliesst schon gar nicht mehr. Also Köpfe komplett zerlegen, Köpfe und Ventile ins Bad zur Tiefenreinigung, neue DIchtungen und neue Kolbenringe (Bohrung 77.47mm, massen wir).

Stösselstangen sind noch pfeifengerade. Der Motor scheint schon mal "gemacht" worden zu sein; die Kolben sind auf der Oberfläche mit Meissel gezeichnet (1-2-3-4 Schläge). An den Pleueln haben wir mal gerüttelt..scheint vorerst keine Notwendigkeit, das Gehäuse zu öffnen.
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Re: Kompression gleich null

Beitragvon Andreas Bergbauer » Fr Okt 09, 2015 3:51 pm

Stephan Knecht hat geschrieben:Wir haben die Köpfe runter geholt und glauben es liegt vor allem an den Ventilen, dass so gar keine Kompression zustande kommt. Eines schliesst schon gar nicht mehr.


Hmmm...angenommen, die Ventile sind im Laufe der Jahre so korrodiert, dass sie klemmen, wie schauts dann erst an den Lagerstellen (KW + Nockenwelle) im Block aus?
Komm, das sind doch bloß ein paar Schrauben mehr, jetzt oder nie !

Es ist noch nicht "Am Rande des Machbaren", wie die Zeitung im Hintergrund suggeriert... :mrgreen:


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