Welche Austauschgetriebe?

Andreas Bell
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Welche Austauschgetriebe?

Beitragvon Andreas Bell » Do Aug 04, 2016 4:13 pm

Hallo zusammen,

für meinen 69er amerikanischer Herkunft mit 35 kW brauche ich wegen defektem Synchronisierungsring ein Austauschgetriebe. Kennbuchstabe ist AH. Falls ich nicht genau das finde, was wäre ein geeigneter Ersatz? Die Übersicht unter http://www.kaeferclub-siegerland.de/tec ... ch-get.htm läßt mich da leider ratlos.

Besten Dank für jeden Hinweis!

Andreas

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Jörn Beutel
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Re: Welche Austauschgetriebe?

Beitragvon Jörn Beutel » Fr Aug 12, 2016 10:49 am

Eines für Schräglenker!, Achsübersetzung 4,125 (orginal) oder 3,875.
Schau mal bei CSP auf den Seiten, da wird das erklärt.
Viele Grüße

Jörn

Andreas Bell
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Re: Welche Austauschgetriebe?

Beitragvon Andreas Bell » Fr Aug 12, 2016 11:57 am

Danke! Dass ich ein SLA-Modell brauche, war mir schon halbwegs klar, nur bei den anderen Spezifizierungen bleibe ich stecken. Die Achsübersetzung weiß ich jetzt, aber die Angabe für den vierten Gang ...? Hat was mit der Endgeschwindigkeit zu tun, aber was bedeutet das für mich?

Generalüberholte Austauschgetriebe gibt es offensichtlich nicht mehr auf dem Markt. Gottseidank fällt ja schon mal in diesem Forum eins ab ...

Beste Grüße von Andreas

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Jörn Beutel
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Re: Welche Austauschgetriebe?

Beitragvon Jörn Beutel » Fr Aug 12, 2016 2:47 pm

aber die Angabe für den vierten Gang ...? Hat was mit der Endgeschwindigkeit zu tun, aber was bedeutet das für mich?
..hat nicht nur mit der Endgeschwindigkeit zu tun, sondern mit dem Drehzahl/Geschwindigkeitsverhältnis im 4ten Gang, da tut sich aber wenig wenn es sich um Seriengetriebe handelt. Ob der 4te mit 88,89 oder 93 ausgelegt ist macht den Kohl nicht fett, 3-4% Varianz.
Die Endgeschwindigkeit dürfte sich wenig ändern, wenn überhaupt. Wenn Du ein AH einbaust sowieso nicht. Ein anderes mit 3,875 reduziert Deine Drehzahl bei gleicher Geschwindigkeit gegenüber dem AH in Gang 1-3 um ~6%, was durch einen evtl. kürzeren (ich weiss nicht ob das AH einen 0,93 hat, kannst Du aber bei Bedarf selber rausfinden) fast wieder ausgeglichen wird. [Auf der zitierten Seite (Siegen) steht, dass alle Ghia Getriebe 0,82 im 4ten hätten, das ist mir aber so nicht bekannt. Falls das stimmen würde, wäre es allerdings relevant und dann solltest Du Dir so eins besorgen oder DEIN Getriebe am besten überholen lassen].

Mach Dir keinen Kopf, wenn Du andere Reifen (Dimension sowieso!) draufziehst hast Du auch schon einen Unterschied von einigen wenigen Prozent. Wenn Deine Getriebe/Radkombination um 3% geändert wird, dann heisst das nicht, dass Dein Wagen nun 3% schneller oder langsamer in der Vmax. ist.

Was anderes wäre es, wenn Du von einem 4,375 mit 0,89 im 4ten (knapp 120km/h bei 4000 U/min) auf ein 0,3875 mit 0,82 (etwas über 150km/h bei 4000 U/min) umsteigen würdest (WAS ABER NICHT DER FALL IST NUR ALS BSP. DIENT), da wäre es relevant. Das wären etwa 20% wenn ich das richtig überschlagen habe. Dann würdest Du aber nicht um 20% schneller sein, es könnte sogar passieren, dass Du die Endgeschwindigkeit nicht mehr erreichen würdest weil der Motor die Leistung nicht hat. Du würdest mit 36PS garantiert am Berg in 4ten "verhungern"...
Viele Grüße

Jörn

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Oliver Ruckdeschel
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Re: Welche Austauschgetriebe?

Beitragvon Oliver Ruckdeschel » Mo Aug 28, 2017 11:06 pm

Andreas Bell hat geschrieben:Generalüberholte Austauschgetriebe gibt es offensichtlich nicht mehr auf dem Markt. Gottseidank fällt ja schon mal in diesem Forum eins ab ...


Hallo Andreas,

schon mal in Erwägung gezogen, dein Originalgetriebe überholen zu lassen?
Habe ich erst bei meinem gemacht bzw. machen lassen und jetzt ist wieder alles ok.
Bei meinem waren die angebotenen überholten Austauschgetrieb auch rar oder wenn sehr teuer.

Gruß

Rucki
Gruß Rucki

Andreas Bell
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Re: Welche Austauschgetriebe?

Beitragvon Andreas Bell » Di Aug 29, 2017 9:30 am

Das Originalgetriebe liegt jetzt im Fundus, denn ich habe vom Entfallteile-Service Gutsche in Bonn ein "neues" bekommen. Wieviel hat das Überholen bei wem gekostet, wenn ich fragen darf?

Andreas

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Re: Welche Austauschgetriebe?

Beitragvon Oliver Ruckdeschel » Mo Sep 04, 2017 7:41 pm

Ich war bei Getriebeservice Dietrich im Schwarzwald, der hat auch ne Homepage.
Er hat mich zum Workshop eingeladen (ich hab also ein bissi mitgeholfen), dafür war das Getriebe an einem Tag fertig.
Habe 650 € bezahlt für diverse Lager, Neulagerung der Schaltgestänge, Synchronringe erneuert bzw. nachgearbeitet, Dichtungen, Achswellen gecheckt, Gehäuse nachlackiert etc., alles in allem war bei mir nichts größeres defekt.

Der Michel Dietrich hat einen guten Ruf in den ein o. anderem Käfer-Foren, da habe ich halt mal nachgefragt und er hat mir den Workshop angeboten, weil ich zeitnah das Getriebe brauchte, sonst hätte es terminlich erst wieder später beim ihm gepasst.
Mein Getriebe läuft und schaltet wieder absolut top, ich kann den echt empfehlen, klasse Typ und echt Ahnung :gut:

Gruß Rucki
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Re: Welche Austauschgetriebe?

Beitragvon Andreas Bergbauer » Di Sep 05, 2017 9:39 am

Gute Entscheidung!
mein C*P Tauschgetriebe von 2009 war bzw. ist nicht der Hit.
Die bekifften Monteure im großen Land der imperialen Maßeinheiten haben eine Lagerbuchse der Schaltstange VERGESSEN, nach ein paar Jahren klemmte diese und ich musste erstmal draufkommen, was da falsch ist.
Es schaltet zwar weicher, aber nicht so butterweich wie das Originalgetriebe es getan hat.
Inzwischen ist der Preis bei C*P für Tauschgetriebe ja um 100% gestiegen, ob die besser sind, kann ich nicht beurteilen.
Meins war ein Griff ins Klo.

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Gerhard Meier
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Re: Welche Austauschgetriebe?

Beitragvon Gerhard Meier » Di Sep 05, 2017 11:23 am

Dietrich hat einem Käferfreund von mir vor kurzem das Getriebe überholt. Das schaltet seither perfekt. Über Dietrich war in einer Oldtimerzeitschrift vor einiger Zeit ein umfangreicher Artikel als Getriebespezialist. Die Adresse ist eine echte Empfehlung.

Gerhard

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Oliver Ruckdeschel
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Re: Welche Austauschgetriebe?

Beitragvon Oliver Ruckdeschel » Di Sep 05, 2017 8:38 pm

Vor diesen Entscheidungen stand ich halt auch:

1600 € für ein neues Getriebe a la Amerika (Rancho etc...), die zwar neu sind aber nicht zwingend besser als ein originales Getriebe sein sollen (hab da einiges nicht so unbedingt gutes bzw. zufriedenstellendes gelesen, was Andreas anscheinend erlebt hat...)
oder
2500 € für ein generalüberholtes original Getriebe kaufen, das aber gerade bei der begehrten langen Übersetzung des 1600er Karmann richtig viel Geld kostet
oder
eben das eigene originale Getriebe überholen bzw. reparieren lassen, sofern dass natürlich das Verschleiß- o. Schadensbild zulässt (in dem Fall 650 €).

Ich habe dem Michel Dietrich bereits in der ersten Mail meine Symptome vom Getriebe mitgeteilt und er konnte auch eine grobe Kostenprognose abgeben, Verschleißteile waren auch alle vorrätig.
Da war für mich die Sache klar.
Gruß Rucki

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Oliver Ruckdeschel
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Re: Welche Austauschgetriebe?

Beitragvon Oliver Ruckdeschel » Mi Sep 06, 2017 8:23 am

Gerhard Meier hat geschrieben:Über Dietrich war in einer Oldtimerzeitschrift vor einiger Zeit ein umfangreicher Artikel als Getriebespezialist. Die Adresse ist eine echte Empfehlung.
Gerhard


Den Artikel gab's im Magazin "Motor Klassik" Ausgabe Juni 2016
Der Getriebe-Spezialist: Porträt Michael Dietrich
Habs aber selber noch net gelesen...
Gruß Rucki


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